Versicherungen für Familien – das solltest du wissen

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Für die meisten dürfte die Familiengründung ganz weit oben auf der Agenda des Lebens stehen. Spätestens jetzt machen sich alle Gedanken über die richtigen Versicherungen und das liebe Geld. Aber Achtung … beim Thema: Versicherungen für Familien – treibt die Sorge um den Nachwuchs viele in unsinnige Produkte. Viele vergessen aber auch in der Zeit des Umbruchs die notwendigen Finanzthemen zu klären.

Mit diesem Best-Beitrag-Beitrag “Versicherungen für Familien – das solltest du wissenhelfen wir dir den Überblick zu behalten und die richtigen Verträge abzuschließen und die unsinnigen zu meiden.

ACHTUNG … da dieser Artikel ein Best-of / eine Sammlung aller Artikel zum Thema Versicherungen für Familien, kann es zu Wiederholungen einzelner Themen kommen.

Inhaltsverzeichnis

Risiken und gesetzliche Absicherung von Familien

In diesem Abschnitt schauen wir, welchen Risiken deine Familie ausgesetzt ist, inwieweit bereits über die gesetzlichen Versicherungssysteme Schutz besteht und welche Lücken daraus resultieren.

Risiken für Familien Nr. 1 – Die Scheidung

Leider geht jede 3. Ehe in die Brüche. 2018 lag die Scheidungsquote in Deutschland bei rund 32,94% (© Statista 2020)

Das größte Risiko ist die Scheidung. Zwar verspricht man sich am schönsten Tag des Lebens Treue in guten wie in schlechten Tagen, doch die Realität sieht anders aus. Die Scheidungsquote liegt bei ca. 50%, je nach Statistik. Wenn man die unverheirateten Paare hinzuzählt, liegt die Quote sicher noch darüber.

Bei einer Scheidung werden alle Bereiche beeinträchtigt. Es geht um das Sorgerecht der gemeinsamen Kinder, Unterhaltsansprüche untereinander und die Aufteilung von Vermögen wie Immobilien und Altersversorgungen. Viele Scheidungen laufen über Gerichte und Anwälte, die sich über Jahre hinziehen können. Allein die Anwaltskosten können da schnell einen fünfstelligen Betrag erreichen. Gewinner gibt es keine.
Aus einer Mittelschichtsfamilie gehen oft zwei armutsgefährdete Personen hervor. Neben der enormen finanziellen Belastung spielt die seelische Belastung eine große Rolle. Gerade die Kinder leiden unter einer Scheidung besonders und bedürfen häufig der professionellen Hilfe.

Die Scheidungsgründe sind vielfältig. Doch ein Thema ist häufig vertreten: eine gemeinsame Immobilie. Der Bau des eigenen Hauses ist ein tiefgreifendes Vorhaben und führt häufig zu Streit, da hier viele grundlegende Bereiche des eigenen Lebensentwurfes mit dem des Partners in Einklang gebracht werden müssen.

Eine staatliche Absicherung gibt es hier nicht. Es gibt zwar sogenannte Beistände und die Möglichkeit des Unterhaltsvorschusses, doch die Verfahren sind häufig zäh und lang.

Risiken für Familien Nr. 2 – Arbeitskraftverlust der Eltern

Dein größte Vermögen ist die eigene Arbeitskraft. Wenn du nicht mehr arbeiten kannst, erhältst du nicht mehr als eine Grundversorgung. Mit 20 bis 25% Wahrscheinlichkeit wenigstens zeitweise aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, rangiert der Verlust der Arbeitskraft der Eltern bei uns auf Platz zwei der großen Risiken. Doch nicht nur der Verlust des Einkommens des Haupt- oder Alleinverdieners reißt tiefe Löcher in die Haushaltskasse. Denn was ist, wenn der Partner, der sich um Haushalt und Kinder kümmert, ausfällt?

Dann müssen gegebenenfalls eine Haushaltshilfe und eine Kinderbetreuung her. Die Kosten gehen hier ebenfalls sehr schnell in drei- bis vierstellige Bereiche.

Wenn du nicht mehr arbeiten kannst, erhältst du zunächst sechs Wochen weiterhin dein Gehalt. Danach gibt es das Krankengeld, das nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge bei ca. 80% des Nettoeinkommens liegt. Fällst du noch länger aus, erhältst du womöglich Erwerbsminderungsrente. Allerdings werden 40% der Anträge abgelehnt. Selbst wenn du die volle Rente bekommst, musst du einen Einkommensverlust von 55% verkraften. Das dürfte jeden Haushalt in arge Nöte bringen.

Du hast noch Fragen zum Thema Versicherungen und finanzielle Absicherung?



Risiken für Familien Nr. 3 – Der Todesfall

Mit sonstigen Versicherungen Steuern sparen
Er tritt zum Glück in jungen Jahren seltener ein aber wenn der Tod eintritt, dann sind die Auswirkungen für die Angehörigen extrem.

Auf Platz drei folgt der Todesfall der Eltern. Ein Blick in die Statistik der Deutschen Versicherungswirtschaft zeigt, dass 4% der Männer und 2% der Frauen im Alter von 20 bis 50 Jahren versterben.

In Deutschland werden jedes Jahr etwa 1.000 Kinder zu Vollwaisen.

Nüchtern gesehen stehen die Hinterbliebenen vor den gleichen Problemen wie beim Arbeitskraftverlust. Das Einkommen des Verstorbenen muss kompensiert, der Haushalt weiter geführt und die Kinder erzogen werden. Zwar sind Familie und Freunde häufig die ersten Ansprechpartner bei der Hilfe, doch oftmals reicht diese nicht aus.

Für die Hinterbliebenen gibt es zwei Renten. Der hinterbliebene Ehepartner erhält eine Witwen- bzw. Witwerrente, sofern der Verstorbene versichert war. Die Rentenhöhe richtet sich nach dem Gehalt des Verstorbenen. Wer ein Kind erzieht, über 45 Jahre alt oder selbst erwerbsgemindert ist, erhält die sog. große Witwen-/Witwerrente.

Ansonsten gibt es nur die kleine Witwen-/Witwerrente, die auf zwei Jahre begrenzt ist. Wer wieder heiratet erhält eine Abfindungszahlung von 24 Monatsrenten (Große Witwenrente) bzw. in Höhe des Restanspruchs (Kleine Witwenrente). Du musst mit einem Einkommensverlust von mindestens 60% rechnen. Grundvoraussetzung für eine Rente ist immer, dass die Ehe seit mindestens einem Jahr besteht. Unverheiratete Partner erhalten nichts!

Die Kinder erhalten eine Halb- oder Vollwaisenrente, deren Höhe sich ebenfalls am Einkommen des verstorbenen Elternteils richtet. Nachfolgend eine Übersicht für verschiedene Einkommen.

Risiken für Familien Nr. 4 – Haftpflicht

Eltern haften für ihre Kinder!“ Liest man auf jedem Baustellenschild. Das ist und bleibt juristischer Unsinn. Kinder unter sieben Jahren sind deliktunfähig, d.h. sie können grundsätzlich nicht für Schäden, die sie verursachen belangt werden.

Allerdings können die Eltern zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Kinder zwischen sieben und 18 Jahren können haftbar gemacht werden, sofern sie die, zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit, erforderliche Einsicht hatten.

Aber und nun kommt das große Aber. Wer zahlt für den Schaden, wenn das Kind haftbar gemacht werden kann? Die Eltern natürlich.

Wer anderen schuldhaft einen Schaden zufügt, ist dem anderen zum Ersatz des Schadens verpflichtet. Diese Schadensersatzpflicht ist unbegrenzt. D.h. wer einen Schaden von 50€ verursacht hat diesen genauso zu begleichen wie einen Schaden von 50.000€.

Diese unbegrenzte Haftung ist die große Gefahr. Wirklich dramatische Schäden sind zum Glück sehr selten, aber wenn sie eintreten, bedeuten sie den Ruin. Es geht also gerade nicht um die zerbrochene Fensterscheibe des Nachbarn, sondern um die Zündelei der Kinder, bei der das ganze Haus abbrennt.

Eine gesetzliche Absicherung gibt es nicht.

Risiken für Familien Nr. 5 – Die Kinderinvalidität

Platz fünf der großen Risiken zum Thema Versicherungen für Familien ist die dauerhafte Invalidität oder Behinderung des Kindes. Es ist wohl der Alptraum aller Eltern, wenn sich das Kind beim Spielen so schwer verletzt, dass es dauerhaft geschädigt und auf Pflege angewiesen ist. Das objektive Risiko ist jedoch recht gering. Etwa 1,7% aller Kinder und Jugendlichen haben eine Schwerbehinderung, also einen Grad der Behinderung von 50%.

Allerdings zählen darunter z.B. auch Kinder mit Diabetes Typ I. Jedoch kommen die meisten Diabetiker sehr gut mit ihrer Krankheit klar (ich spreche da aus Erfahrung). Ebenfalls Ursache einer Schwerbehinderung ist Epilepsie. Früh erkannt und gut mit Medikamenten behandelt, leben die meisten Epileptiker ein völlig normales Leben.

Diese beiden Krankheitsbilder machen fast die Hälfte der Schwerbehinderungen von Kindern und Jugendlichen aus. Dagegen sind Unfälle nur zu 9% Ursache von Behinderungen.

Allerdings sind die Folgen einer schweren Behinderung dramatisch: hohe Kosten für die medizinische Behandlung und Pflege, Schwierigkeiten in Schule und Beruf, vielfach finden behinderte Menschen später keinen Partner und bleiben ein Leben lang von anderen abhängig.

Die unmittelbaren Behandlungskosten deckt zum allergrößten Teil die gesetzliche bzw. private Krankenversicherung der Eltern. Allen Unkenrufen zum Trotz ist und bleibt das deutsche Gesundheitssystem auf absehbare Zeit sehr umfassend. Pflegekosten werden zum Teil, aber eben nicht vollständig, von der Pflegeversicherung übernommen. Passiert ein schwerer Unfall während der Schule ist das Kind über die gesetzliche Unfallversicherung versichert.

Dabei gibt es verschiedene Leistungen, wie z.B. Rehaleistungen oder Pflegegeld für die Eltern. Bei einer wirklich dauerhaften Behinderung reichen diese Leistungen jedoch nicht aus. Weiterhin muss berücksichtigt werden, dass der Betroffene vielfach nie ein eigenes Erwerbseinkommen erzielen wird.

Risiken für Familien Nr. 6 – Der Unfall des Kindes

Unfall
Enmal nicht hingeschaut und schon ist es passiert. Alle Eltern wissen was wir meinen …

Viele Eltern fürchten sich vor einem schweren Unfall des Kindes. Wahrscheinlich weil ein Unfall am ehesten vorstellbar ist. Ein wirklich schwerer Unfall mit bleibenden Schäden ist aber sehr selten. Oftmals sind der Schreck und der kurzfristige Schmerz größer. Deshalb landet dieses Risiko bei uns auf dem letzten Platz.

Die meisten Unfälle (36%) passieren durch einen Sturz. Nur 5% beispielsweise im Straßenverkehr. In den seltenen Fällen, in denen ein Unfall zur dauerhaften Invalidität führt, gilt obiges. In jedem Fall kommt die Krankenkasse für die medizinische Behandlung des Unfalls auf. Problematisch könnten Umbauten am Haus oder in der Wohnung sein, um die Pflege des Kindes zu ermöglichen.

Solche Kosten werden nur zu geringen Teilen von den Sozialversicherungen getragen. Weiterhin kann es sein, dass sich ein Elternteil längerfristig um das Kind kümmern muss und deshalb nicht mehr arbeiten kann. Eltern haben zwar Anspruch auf Krankengeld, wenn sie ihr Kind pflegen müssen, dies jedoch nur für zehn Tage.

Zusammenfassung

Platz 1 bis 3 betreffen euch die Eltern, die Plätze 4 bis 6 sind Risiken eurer Kinder. Es geht also zunächst um einen angemessenen für euch. Die gesetzliche Absicherung in Deutschland ist sehr umfassend und sichert in jedem Falle die Existenz, nicht jedoch zwingend den Lebensstandard. Mit wenigen privaten Versicherungen und einer gesunden Haushaltsführung klappt das. Eine 100%-ige Absicherungen gibt es sowieso nicht.

Welche sind die wichtigsten Versicherungen für Familien?

Welche sind die wichtigsten Versicherungen für Familien? In diesem Beitrag bekommst du einen Überblick über die wichtigsten und unnützen Versicherungen.

Viele denken bei der Absicherung erstmal an den Nachwuchs. Doch die Suche nach der angemessenen Absicherung beginnt nicht beim Kind, sondern bei den Eltern! Dafür solltest du drei wichtige Bausteine berücksichtigen.

Versicherungen für Familien Nr. 1 – Die Privathaftpflichtversicherung

Die passive Rechtschutz ist ein wesentlicher Baustein in der Privathaftpflichtversicherung aber die meisten kenne diese wertvolle Deckung nicht.

Die Privathaftpflichtversicherung ist das A und O für die Familie.

Diese gehört zur Grundausstattung eines jeden Haushalts. Die Privathaftpflichtversicherung sichert deine Familie gegen Schadenersatzansprüche von Dritten ab. Darüber hinaus prüft sie Versicherung, ob die Ansprüche überhaupt gerechtfertigt sind.

Das nennt man “passiven Rechtschutz”. Wenn du also nicht gerade mit Absicht jemanden vom Fahrrad schubst, bist du rund um geschützt.

Auch Schäden, die deine Kinder verursachen (z.B. der Kratzer im Mercedes des Nachbarn), sind versichert. Ist das Kind 6 Jahre oder jünger, ist es “deliktunfähig”. Das bedeutet, so lange du deiner Aufsichtspflicht genügst, musst du den Schaden nicht ersetzen. Das ist dann halt einfach Pech. Gute Privathaftpflichtversicherungen übernehmen aber dennoch den Schaden. Das ist also ein Vorteil für den Geschädigten und wahrt womöglich den Nachbarschaftsfrieden.

Auf was du bei deiner Privathaftpflichtversicherung noch so achten solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Versicherungen für Familien Nr. 2 – Die Einkommensabsicherung

Der Sc hutz der Kinder ist verdammt wichtiger aber wichtiger ist, dass die Eltern und deren Einkommen abgesichert sind.

Die Einkommensabsicherung für die Familie folgt danach.

Wer übernimmt die Versorgung der Kinder, wenn du oder deine Partnerin mehr arbeiten können? Die Leistungen der Sozialversicherungen sind hier viel zu gering, denn es gibt maximal etwa ein Drittel vom Brutto, wenn du gar nicht mehr arbeiten kannst. Deshalb ist die Absicherung deines Einkommens besoders wichtig.

Dafür kommen verschiedene Produkte in Frage:

Wir erstellen in unserer Beratung ein Strategie-Papier, bei dem du aus drei Absicherungs- und Preisniveaus wählen kannst. Entscheidend ist, dass du gesund bist, sonst wird der Schutz teuer, löchrig oder unmöglich. Daher gilt: Kümmere dich so früh wie möglich darum!

Versicherungen für Familien Nr. 3 – Die Todesfallabsicherung

Auch die Todesfallabsicherung ist elementar für die Familie.

Wer übernimmt die Versorgung der Kinder, wenn du, dein Partner oder beide versterben sollten? Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung sind hier ebenfalls viel zu gering. Aus diesem Grund ist eine ausreichende Todesfallabsicherung notwendig. Hier gibt es zwei Optionen: Entweder die klassische Risikolebensversicherung, die im Fall der Fälle eine große Summe auszahlt. Wenn ihr unverheiratet seid, solltet ihr die Absicherung “über-Kreuz” wählen. Oder eine Risikorentenversicherung, die jeden Monat eine Rente auszahlt. Aus unserer Sicht ist die Rente die bessere Wahl. Denn die Kalkulation der Versicherungssumme entfällt. Du benötgist lediglich einen aktuellen Haushaltsplan und eure derzeitigen Ansprüche aus der gesetzlichen Rente. Anhand der Zahlen kannst du den monatlichen Bedarf direkt ablesen. Die Absicherung sollte so lange laufen, bis das jüngste Kind wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen kann. Das dürfte mit etwa 25 Jahren sein. Die Preise dafür sind moderat.

Versicherungen für Familien Nr. 4 – Die Absicherung für Kinder

Sind die Eltern versichert, sind die Kinder dran.

Erst wenn du diese drei Aspekte ausreichend erfüllst, kannst du dir Gedanken über die Absicherung deines Nachwuchses machen. Hier gibt es viele unnötige Produkte und wenige Sinnvolle.

Was kannst du getrost vergessen? Das sind alle Arten von Rentenversicherungen. Viele haben niedliche Namen, wie die berühmte Biene oder der gründe Drache. Die Kosten sind exorbitant und die Produkte dieses Geld nicht wert! Wollen Oma oder Opa den Kleinen etwas gönnen, sollen sie entweder ein Tagesgeldkonto einrichten, einen günstigen Aktiensparplan anlegen oder die Kosten für den Musikunterricht bzw. Sportverein übernehmen. Krankenzusatzversicherungen für Kinder kannst du machen, ist aber nicht zwingend nötig. Die gesundheitliche Versorgung in Deutschland, speziell von Kindern, ist hervorragend.

Wir können nur vier Produkte für Kinder empfehlen: Die Unfallversicherung, die Existenzschutzversicherung, die Kinderinvaliditätsversicherung und die Schulunfähigkeitsversicherung.

Fazit

Sicher, du kannst noch ganz viele „tolle“ Produkte abschließen, aber damit ist dir und deiner Familie nicht geholfen. Denke auch daran: Du kannst nie alle Risiken absichern. Aber mit diesen Empfehlungen musst du dir zumindest in gravierenden Fällen keine Sorgen um das Finanzielle machen.

Damit im Fall der Fälle auch organisatorisch alles glatt läuft, solltet ihr eine Notfallplanung mit Vorsorgevollmacht, Patienten- und Sorgerechtsverfügung haben.

Ansonsten lautet unser letzter Tipp: Genieß das Leben mit deiner Familie und verbring möglichst viel Zeit mit einander!

Wir unterstützen dich bei der optimalen Absicherung deiner Familie. Vereinbare dazu einfach online einen ersten kostenfreien Termin mit uns!

Schadenfall Haftpflicht
Die Notfallplanung mit Vorsorgevollmacht, Patienten- und Sorgerechtsverfügung ist unabdingbar!

Versicherungen für Familien – Wie kann ich für den Todesfall vorsorgen?

Der Todesfall ist eine der wesentlichen Risiken deiner Familie. Im Folgenden geht es um die Einschätzung des Risikos, entstehende Versorgungslücken und mögliche Absicherung.

Wie kann ich für den Todesfall vorsorgen?

Wie hoch ist das Risiko zu versterben? Was zynisch klingt, ist bei der Analyse von existenziellen Gefahren unerlässlich. Hier die Übersicht nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts von 2013:

                  Männlich    Weiblich    Gesamt
 25-50 Jahre       3,8%        2,1%        2,9%
 25-65 Jahre       17,5%       9,2%        13,3%

Das Risiko steigt ab 50 Jahren ganz besonders stark an. Aber auch zuvor – wenn deine Kinder aller Wahrscheinlichkeit nach noch wirtschaftlich von euch abhängig sind – ist das Risiko relevant.

1. Versorgungslücken im Todesfall

Als sozialversicherungspflichtig Beschäftigter sind die Hinterbliebenen über die Gesetzliche Rentenversicherung abgesichert. Doch wie hoch ist dieser Schutz tatsächlich? Ein Beispiel zeigt die gesetzlichen Ansprüche und die daraus resultierenden Lücken.

Selbst bei mittlerem Einkommen kommt schnell ein vierstelliger Fehlbetrag pro Monat zusammen. Das Beispiel ist für ein Alleinverdiener-Paar gerechnet. Wenn beide Vollzeit arbeiten, mag der finanzielle Verlust geringer sein, aber zu bedenken ist, dass der überlebende Partner sich nun allein um Kinder und Haushalt kümmern muss.

Eine kaum lösbare Aufgabe. Insofern müsste die Witwe bzw. der Witwer entweder kürzertreten (Einkommensverlust) oder eine Haushaltshilfe einstellen (höhere Ausgaben). „Das bisschen Haushalt“ macht sich nicht von allein und die Kinder erziehen sich ebenfalls nicht selbst.

2. Bedarf im Todesfall ermitteln

Der Versicherungsleistung hat in der Praxis leider selten was mit dem tatsächlichen Bedarf der Familie zu tun. Entweder sind Versicherungssumme viel zu hoch oder es reicht gerade mal für die Beerdigung.

In der Vergangenheit wurden oft Risikolebensversicherungen mit einer pauschalen Versicherungssumme von 100.000€ verkauft. Das war und ist am Bedarf vorbei! Zunächst geht es um die gesetzlichen und privaten Versorgungsansprüche (siehe oben).

So dann steht die Laufzeit der Versorgung im Mittelpunkt. Legitim und angemessen erscheint uns die Versorgung der Kinder. Insofern sollte die Laufzeit so gewählt werden, bis das jüngste Kind Ausbildung oder Studium abgeschlossen hat, also mit etwa 25 Jahren. Ein Beispiel:

  • Monatliche Versorgungslücke: 1.000€
  • Steigerung jährlich (Inflation): 2,5%
  • Laufzeit: 20 Jahre
  • Verzinsung jährlich: 1%
  • Kapitalbedarf etwa: 275.000€

Nachzurechnen beispielweise auf www.zinsen-berechnen.de.

3. Absicherung für den Todesfall umsetzen

Die Absicherung des Todesfallrisikos erfolgt klassisch und einfach über eine Risikolebensversicherung, entweder als eine einmaligen Kapitalleistung oder eine monatlichen Rentenzahlung. Zur Besicherung eines hohen Kredits wie einer Immobilienfinanzierung ist die einmalige Zahlung sinnvoll.

Dabei gibt’s es mittlerweile sehr flexible Lösungen, bei der z.B. die Versicherungssumme jährlich angepasst werden kann. Dies ist beispielsweise bei mehreren Krediten mit unterschiedlichen Summen und Tilgungsdauern notwendig. Die monatliche Rente kann in Betracht gezogen werden, wenn es lediglich darum geht, die Versorgung der Hinterbliebenen zu sichern, indem die monatliche Versorgungslücke geschlossen wird (siehe oben).

Wer ein Unternehmen, Immobilien oder Beteiligungen hat, sollte vorab zusammen mit einem Steuerberater und Anwalt einen individuellen Notfallplan und ein Testament erstellen. Unverheiratete Paare sollten ebenfalls mit dem Steuerberater sprechen, da die Freibeträge bei Erbschaften sehr gering sind.

Bei der Absicherung bietet sich in diesen Fälle die sog. Über-Kreuz-Versicherung an. Wie die genau funktioniert, erklären wir in einem anderen Beitrag.

Bei der Absicherung der Hinterbliebenen mag gern gespart werden, indem die Versicherungssumme herunter gesetzt wird. Doch die Beträge sind lächerlich im Vergleich zum drohenden Verlust. Wer ein paar Euro sparen will, geht zur Direktversicherung. Also: Versorgungslücke ermitteln, Bedarf ausrechnen und einfach absichern.

Die Todesfallabsicherung sollte dafür da sein, die Angehörigen in einer unangenehmen Situation vor zusätzlich finanziellen Nöten zu bewahren.

Versicherungen für Familien – Die Todesfallabsicherung bei unverheirateten Paaren

In diesem Abschnitt gehen wir auf die Besonderheit bei der Todesfallabsicherung unverheirateter Paare ein und lösen das Problem der Erbschaftssteuer.

Die Beteiligten

Versicherungsnehmer, versicherte Person, Beitragszahler und Bezugsberechtigter aber wer ist was?

Bevor wir auf die Besonderheiten bei der Todesfallabsicherung von unverheirateten Paaren eingehen, müssen wir einige Begriffe klären.

  • Versicherungsnehmer: Der Versicherungsnehmer ist der Eigentümer des Vertrags.
  • Versicherte Person: Diese Person genießt den Versicherungsschutz. Diese Person ist für die Versicherung das Risiko und löst damit die Leistung aus.
  • Beitragszahler: Diese Person bezahlt den Versicherungsbeitrag. Den Beitrag schuldet im juristischen Sinne jedoch der Versicherungsnehmer.
  • Bezugsberechtigter: Diese Person erhält das Geld von der Versicherung.

Der Normalfall

Häufig sind alle vier ein und dieselbe Person. Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, gehört dir der Vertrag. Die Rente bekommst du, wenn du berufsunfähig bist. In der Regel bezahlst du auch deinen Vertrag.

Bei einer Risikolebensversicherung gibt es naturgemäß einen Unterschied. Die Leistung im Todesfall erhältst nicht du, sondern deine Hinterbliebenen (in unserem Beispiel MORITZ). Dafür trägst du einen Bezugsberechtigten ein oder aber die Leistung geht entsprechend der gesetzlichen Erbfolge an die Hinterbliebenen.

Max bezahlt den Vertrag (Beitragszahler), ihm gehört der Vertrag (Versicherungsnehmer), er ist das versicherte Risiko (versicherte Person) und Moritz bekommt die Versicherungsleistung (Bezugsberechtiger).

Das Problem

Die Leistung aus einer Risikolebensversicherung gilt als Erbschaft (Übertragung von Vermögenswerten wegen Todes). Deswegen kann die Erbschaftssteuer ein Problem sein. Hier gibt es je nach Verwandtschaftsgrad unterschiedliche Freibeträge.

Bei verheirateten Paaren gibt’s bis 500.000€ keinerlei Probleme. Alles was darüber geerbt wird, musst du versteuern. Bei unverheirateten Paaren liegt die Schwelle gerade einmal bei 20.000€.

Hier ein einfaches Beispiel, welche Auswirkung das hat:

  • Variante A: Verheiratetes Paar, keine Kinder, Risikolebensversicherung mit 300.000€ Leistung, Erbschaftssteuer im Todesfall: 0€
  • Variante B: unverheiratetes Paar, keine Kinder, Risikolebensversicherung mit 300.000€ Leistung, Erbschaftssteuer im Todesfall: 84.000€

In Variante B ist im Zweifel die gesamte Versorgung gefährdet.

Die Lösung

Die Lösung heißt „über-Kreuz-versichern“. Hier nehmen wir eine kleine Änderung der Rollen der am Vertrag beteiligten Personen vor. Bei der Über-Kreuz-Versicherung sind Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Bezugsberechtigte eine und dieselbe Person. Versicherte Person ist dann jeweils der Partner.

Beispiel:
Max und Moritz sind unverheiratet und möchten sich gegenseitig im Todesfall absichern und dabei die Erbschaftssteuerproblematik umgehen. Wir schließen dafür zwei Verträge „über-Kreuz“ ab. Max schließt einen Vertrag ab. Für diesen bezahlt er die Beiträge und erhält die Leistung, wenn Moritz verstirbt. Moritz schließt den zweiten Vertrag ab. Er bezahlt diesen und bekommt die Leistung, wenn Max verstirbt.

Mit dieser Umstellung erben Max bzw. Moritz nichts. Denn es ist ja ihr Vertrag, aus dem sie eine Leistung erhalten, wenn der andere verstirbt. Deswegen fällt hier gar keine Erbschaftssteuer an, egal wie hoch die Auszahlung wäre.

Der Nachteil

Alles hat zwei Seiten. So auch die „Über-Kreuz-Versicherung“. Das schwerwiegendste Problem ist: was passiert, wenn sich das Paar trennt? In diesem Falle bekämst du weiterhin Geld, wenn dein nicht mehr geliebter Expartner verstirbt. Das will man eher selten. Außerdem kommst du wohl kaum mehr an den Totenschein, den du als Nachweis brauchst.

Entflammt die Liebe zu einem anderen Menschen und der Wunsch der Absicherung neu, soll der neue Partner nun versicherte Person werden. Nur kann man (zumindest derzeit) nicht einfach die versicherte Person im Vertrag wechseln. Aus diesem Grund bleiben nur die Kündigung und der Neuabschluss. Der neue Vertrag dürfte in der Regel jedoch teurer sein.

Im schlimmsten Fall ist die Absicherung aufgrund Vorerkrankungen nur erschwert oder gar nicht mehr möglich.

Die Stolperfalle

Damit es im Todesfall trotz „Über-Kreuz-Versicherung“ nicht Ärger mit dem Finanzamt gibt, musst du auf eine Sache Acht geben: Die Beiträge Vertrags dürfen nur vom eigenen Konto kommen. Bezahlen beide ihre Verträge über ein Gemeinschaftskonto, wertet das Finanzamt dies als Erbschaft. Denn dann stammt der Beitrag ja aus dem gemeinsamen und damit teilweise fremden Vermögen.

Wenn ihr also partout nicht heiraten und euch für den Todesfall absichern möchtet, versichert euch „über-Kreuz“ und lasst euch dazu bei uns beraten. Wir helfen euch gern! Hier kannst du online einen Termin bei uns vereinbaren.

Versicherungen für Familien – Versicherungen für unsere Kinder

Eltern wünschen sich den bestmöglichen Schutz für ihre Kinder. Das ist verständlich. Das wissen auch die Versicherungsgesellschaften und kreieren allerlei Produkte. In diesem Abschnitt besprechen wir diese Produkte detailliert und was sie (nicht) leisten.

Versicherungen für Kinder – Die Unfallversicherung

Unfall
Der Schutz für die lieben kleinen ist nicht zu vernachlässigen.

Viele Eltern fürchten sich vor einem schweren Unfall des Kindes. Wahrscheinlich weil man sich einen Unfall am ehesten vorstellen kann. Ein wirklich schwerer Unfall mit bleibenden Schäden ist aber sehr selten. Oftmals sind der Schreck und der kurzfristige Schmerz größer.

Die meisten Unfälle (36%) passieren durch einen Sturz. Nur 5% beispielsweise im Straßenverkehr.

Eine Leistung gibt es nur bei einer dauerhaften Invalidität durch einen Unfall. Die Leistung ist eine einmalige Kapitalzahlung. Wie sich diese genau zusammensetzt, haben wir in einem anderen Beitrag erläutert. Außerdem kannst du eine Unfallrente vereinbaren. Ab einer bestimmten Invalidität (meist 50%) gibt es dann die vereinbarte Rente so lange, wie die Invalidität besteht.

Wir empfehlen eine Grundsumme von mindestens 100.000€ und eine Progression von 500% zu vereinbaren. Das bedeutet, bei einer Vollinvalidität (z.B. Verlust des Arms) gibt es 500.000€.

Daneben haben die meisten Versicherer umfangreiche Assistance-Leistungen in ihren Verträgen. Wichtig finden wir zum Beispiel sog. Rooming-In-Leistungen. Diese übernehmen die Kosten für die Eltern, um im Krankenhaus bei ihrem Kind zu sein.

Die Unfallversicherung bietet den geringsten Schutz. Dafür liegen die Beiträge bei um die 10€ im Monat.

Versicherungen für Kinder – Die Existenzschutzversicherung

Welcher Schutz dir für dein Nachwuchs wichtig ist, entscheidest du. Wichtig ist, dass du die mgl. Absicherung vorher genau verstanden hast!

Hier gibt es meist drei Auslöser:

  • 1) beim Verlust von Grundfähigkeiten wie Sprechen, Sehen oder Laufen
  • 2) bei Pflegebedürftigkeit und
  • 3) bei schweren Erkrankungen. Dabei definiert jeder der Versicherer anders, wann zum Beispiel ein Verlust des Sehvermögens vorliegt.

Der Teufel liegt hier also mehr als bei den anderen Lösungen im Detail.

Allerdings gibt es noch einen weiteren Auslöser: dauerhafte Invalidität von min. 50% aufgrund eines Unfalls.

Einige Versicherer erweitern die Leistungsauslöser um ein sog. Organkonzept und/oder Krebsleistungen. Dabei gibt es ebenfalls die vereinbarte Rente, wenn sind bestimmte Organe in einem bestimmten Umfang geschädigt. Die Krebsleistung ist in der Regel eine temporäre Rente für z.B. 12 Monate. Achten solltest du auf die Wartezeiten. Das bedeutet: Liegt der Zeitpunkt des ersten Auftretens oder der Diagnosestellung dieser Krankheiten innerhalb der Wartefrist, sind diese nicht versichert.

Neben der Rente als Hauptleistung bieten die Versicherer häufig Assistance- und Reha- Leistungen, wie z.B. Vermittlung von Kinderbetreuung und Tagesmüttern oder Beratung bei schweren Unfällen.

Wir empfehlen eine Rente von mindestens 1.000€ und den Einschluss der Beitrags- und Leistungsdynamik. Dadurch steigt die Rente jedes Jahr vor und während der Rentenzahlung. So gleichst du den Kaufkraftverlust aus.

Zwei wichtige Punkte dürfen wir nicht vernachlässigen:

  • Zunächst kann der Versicherer grundsätzlich den Vertrag jederzeit kündigen, insbesondere aber nach einer Leistung. Gute Versicherer verzichten auf dieses sog. ordentliche Kündigungsrecht.
  • Zweitens musst du den Beitrag auch zahlen, wenn du bzw. das Kind eine Leistung erhältst.

Insgesamt bietet die Existenzschutzversicherung wesentlich mehr Schutz und Leistung als die Unfallversicherung. Dafür liegen die Beiträge bei um die 20€ im Monat.

Versicherungen für Kinder – Kinderinvaliditätsversicherung

Schadenfall BU
Der Albtraum aller Eltern.

Es ist wohl der Albtraum aller Eltern, wenn sich das Kind beim Spielen so schwer verletzt, dass es dauerhaft geschädigt und auf Pflege angewiesen ist. Das objektive Risiko ist jedoch recht gering. Etwa 1,7% aller Kinder und Jugendlichen haben eine Schwerbehinderung, also einen Grad der Behinderung von 50%. Allerdings zählen darunter z.B. auch Kinder mit Diabetes Typ I.

Jedoch kommen die meisten Diabetiker sehr gut mit ihrer Krankheit klar (ich spreche da aus Erfahrung). Ebenfalls Ursache einer Schwerbehinderung ist Epilepsie. Früh erkannt und gut mit Medikamenten behandelt, leben die meisten Epileptiker ein völlig normales Leben. Diese beiden Krankheitsbilder machen fast die Hälfte der Schwerbehinderungen von Kindern und Jugendlichen aus.

Die Kinderinvaliditätsversicherung leistet, wenn dem Kind eine Schwerbehinderung (Grad der Behinderung, Schwerbehindertenausweis) von mindestens 50% bescheinigt wird.

Die Leistung besteht aus der vereinbarten Rente und der Befreiung von der Beitragszahlung. Daneben gibt es auch hier zahlreiche Erweiterungen und mögliche Einschlüsse, die von Versicherer zu Versicherer sehr unterschiedlich sind.

Wir empfehlen ebenfalls eine Rente von mindestens 1.000€ und den Einschluss der Beitrags- und Leistungsdynamik. Dadurch steigt die Rente jedes Jahr vor und während der Rentenzahlung. So gleichst du den Kaufkraftverlust aus.

Die Kinderinvaliditätsversicherung bietet den umfangreichsten Schutz. Sie hat den Vorteil, dass die Feststellung der Schwerbehinderung (Schwerbehindertenausweis) von mindestens 50% ausreicht. Dafür liegen die Beiträge bei ca. 40€ im Monat.

Versicherungen für Kinder – Schulunfähigkeitsversicherung

Ist das Kind bereits in der Schule, kann eine Schulunfähigkeitsversicherung eine weitere Alternative sein.
Eine Leistung gibt es, wenn eine Schulunfähigkeit von mindestens 50% festgestellt wird. Das ist ähnlich, wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung:

Schulunfähigkeit liegt vor, wenn das Kind sechs Monate lang zu mindestens 50% nicht in der Lage ist, am Unterricht teilzunehmen.

Die Ursache ist grundsätzlich egal. Dabei berücksichtigen die Versicherer unter anderem, ob das Kind,

  • zur Schule kommt,
  • am Unterricht teilnehmen und ihm folgen kann,
  • kommunizieren kann und
  • die Hausaufgaben bewältigen kann.

Der Grad der Schulunfähigkeit hängt von der Schulform ab und der konkret vorliegenden gesundheitlichen Beeinträchtigung.

Wichtig ist, dass es sich um eine echte Schulunfähigkeitsklausel handelt. Das bedeutet, dass das Kind nicht auf eine andere Schule, z.B. eine Förderschule, verwiesen werden kann. Das ist so ähnlich wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dort nennt sich das abstrakte Verweisung. Das ist die Möglichkeit, dich in einen anderen Beruf zu verweisen.
Ein weiterer großer Vorteil dieses Produkts ist das „Einfrieren“ des Gesundheitszustands des Kinds. Steigt das Kind später in den Beruf ein und ist gesund, hat es die Option eine andere Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, die z.B. günstiger ist oder bessere Bedingungen bietet.

Erkrankt das Kind jedoch z.B. mit 14 Jahren an Diabetes, bekommt es keinen anderen BU-Schutz mehr. Dann kann die bestehende Schulunfähigkeitsversicherung einfach als BU weitergeführt werden.

Eine große Einschränkung gegenüber den anderen Versicherungen ist, dass du diese Versicherung häufig erst mit dem 10. oder 15. Lebensjahr des Kindes abschließen kannst.

Wir empfehlen ebenfalls eine Rente von mindestens 1.000€ und den Einschluss der Beitrags- und Leistungsdynamik. Dadurch steigt die Rente jedes Jahr vor und während der Rentenzahlung. So gleichst du den Kaufkraftverlust aus.

Die Schulunfähigkeitsversicherung bietet aus unserer Sicht einen sehr umfangreichen Schutz. Der kostet allerdings auch ca. 50€ im Monat.

Fazit

Mittlerweile ist auch der Markt für die Absicherung von Kindern sehr vielfältig. Generell raten wir von allen Kombi-Produkten mit niedlich klingenden Namen ab. Dort bekommst du ein bisschen Altersvorsorge und ein bisschen Risikoabsicherung bei sehr hohen Kosten. Beachte ebenfalls, dass du zuerst dein Einkommen bzw. deine Ausgaben absicherst und danach das deiner Kinder.

Bei dem Thema Versicherungen für Familien und der Auswahl und dem Abschluss der passenden Lösungen helfen wir dir gern. Vereinbare dazu einfach online einen Termin bei uns!

Versicherungen für Familien – Lebensphasenberatung – Die Heirat

Was ändert sich durch eine Heirat? Auf was soll ich achten? Was sollte besprochen werden? Wir beleuchten alle Finanzfragen rund ums das Thema Heirat. Was haben die Heirat und Versicherungen für Familien gemeinsam?

Einnahmen und Ausgaben

streng
Neben finanziellen Beweggründen sollte etwas Romantik bitte immer eine Rolle spielen.

Wer heiratet, hat die Möglichkeit, sich steuerlich gemeinsam veranlagen zu lassen. Dies ist vor allem bei Paaren sinnvoll, die sehr unterschiedlich verdienen. Am besten hierzu den Steuerberater zurate ziehen. Spätestens jetzt sollte auch die gemeinsame Haushaltsführung inklusive Gemeinschaftskonten überdacht werden.

Haftungsrisiken

Wer anderen einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe. Deshalb stehen Haftungsrisiken ganz oben auf der Prüfliste bei dem Thema Versicherungen für Familien. Singlepolicen können auf eine Familienpolice umgestellt werden, etwaige Doppelversicherungen können gekündigt werden, sofern dadurch der bisher bestehende Versicherungsschutz nicht beeinträchtigt wird.

Dabei bleibt der ältere Vertrag bestehen. Bei älteren Verträgen wird eine Leistung wegen Schäden unter den Ehepartnern oft ausgeschlossen. Bei aktuellen Tarifen werden solche Schäden mittlerweile berücksichtigt. Unter diesem Gesichtspunkt lohnt sich beispielsweise eine Prüfung.

Krankheitskosten

Mit der Kranken- und Pflegeversicherung Steuern sparen

Durch eine Heirat ergibt sich unter Umständen Änderungs- und Beratungsbedarf, z. B. in Bezug auf Beihilfevorschriften für Beamte, Ehegatten-Nachversicherung in der privaten Krankenversicherung oder die Mitversicherung von Ehepartnern oder Kindern.

Wer gesetzlich krankenversichert ist, kann seinen Partner kostenfrei mitversichern wenn dieser weniger als 405€ im Monat bzw. 450€ bei geringfügiger Beschäftigung (Stand 2015) verdient.

Invalidität

Es sollte geklärt werden, ob beide Partner gemeinsam oder getrennt betrachtet werden sollen. Entsprechend sollte die bestehende Versorgung angepasst oder eine neue eingerichtet werden. Man sollte hierbei überprüfen, wer im Schadenfall Leistungen erhält.

Todesfall

Anlässlich einer Heirat stellt sich die Frage, ob (zusätzlicher) Absicherungsbedarf bei Tod eines Ehepartners besteht. Daher sollte dieser Bereich für beide Ehepartner analysiert werden. Hierzu gehört auch, bestehende Versorgungen zum Beispiel hinsichtlich der Höhe der Absicherung, der Bezugsrechte und der Garantiezeiten zu überprüfen und bei Bedarf zu ändern. Ehegatten haben Anspruch auf Hinterbliebenenrente, sofern der Ehepartner in der Gesetzlichen Rente versichert war. Wem was zusteht, haben wir im hier erörtert.

Pflege

Es sollte geklärt werden, ob bei der Bedarfsermittlung das Einkommen und das Vermögen beider Partner gemeinsam oder getrennt betrachtet und eventuelle Pflegeleistungen des jeweils Anderen berücksichtigt werden sollen.

Entsprechend sollte eine bestehende Versorgung angepasst oder eine neue eingerichtet werden. Der Schutz des Ehepartners (und ggf. der Kinder) im Falle der eigenen Pflegebedürftigkeit ist ebenfalls zu berücksichtigen.

Ruhestand

Bei einer Heirat entstehen gegenseitige Versorgungsverpflichtungen – gesetzlich oder vertraglich. Daher sollte die Altersvorsorge beider Ehepartner komplett analysiert werden, zum Beispiel hinsichtlich der Höhe der Absicherung, der Bezugsrechte und der Garantiezeiten.

Sonstige Risiken

"Rechtschutzversicherung ist gaaaanz wichtig!" Echt jetzt?

Singlepolicen (Rechtsschutz, Assistance) können auf eine Familienpolice umgestellt und etwaige Doppelversicherungen gekündigt werden, sofern dadurch der bisher bestehende Versicherungsschutz nicht beeinträchtigt wird.

Viele Mandanten fragen Rechtsschutzversicherungen wegen Familienstreitigkeiten nach und setzen die Rechtschutz auf der Agenda Versicherungen für Familien ganz weit hoch.

Eine Scheidung kann sehr teuer werden, weshalb die meisten Tarife eine Leistung hier komplett ausschließen oder lediglich auf eine telefonische Beratung beschränken. Die Kosten richten bei einer Trennung richten sich dabei nach dem Streitwert, also den Vermögenswerten und Versorgungsansprüchen.

Je höher diese sind, desto saftiger fallen Anwalts- und Gerichtskosten aus. Um dieser Problematik zu begegnen, ist ein Ehevertrag angebracht. Dieser mag unromantisch erscheinen, ist aber sehr viel günstiger, als ein späterer Rosenkrieg.

Manche fragen auch wegen Hochzeitsversicherungen an. Wir halten diese grundsätzlich für überflüssig.

Vermögen – Verbindlichkeiten

Eine Heirat kann unter Umständen sehr viel Geld kosten. Daher sollte im Vorfeld der Bedarf ermittelt werden und ein entsprechender Sparplan entwickelt werden, um eine Kreditaufnahme zu vermeiden. Kredite sind grundsätzlich zunächst zu tilgen und eine Rücklage auf einem Tagesgeldkonto oder Ähnlichem von mindestens drei Monatsausgaben aufzubauen.

Sofern kein Ehevertrag geschlossen wurde, der etwas anderes regelt, gilt in Deutschland unter Ehe- und Lebenspartnern die Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, dass Vermögen, Verbindlichkeiten und Versorgungsansprüche, die während der Ehe erworben werden, bei Trennung oder Tod zu gleichen Teilen auf die Eheleute aufgeteilt werden.

Dies kann gerade bei größeren Vermögen oder Krediten im Zweifel zu unerwünschten Ergebnissen führen. Deshalb empfehlen wir eine juristische Prüfung und Ordnung der Vermögensverhältnisse.

Fazit

Vor allem aus steuerlicher und in versorgungsrechtlicher Sicht bietet die Heirat zahlreiche Vorteile. Eine Heirat bietet über dies eine sehr gute Gelegenheit, alle Verträge auf den Prüfstand zu stellen und Verbesserungsmöglichkeiten zu nutzen. Dieser finanzielle Aspekt sollte neben dem romantischen nicht vergessen werden!

Das sind natürlich sehr allgemeine Informationen und Punkte, auf die ihr achten solltet. Wenn ihr individuelle Fragen zum Thema Versicherungen für Familien habt, meldet euch bei uns!

Versicherungen für Familien – Lebensphasenberatung – Die Trennung

Bei Trennung und Scheidung geht es immer auch um finanzielle Fragen. Wir gehen ihnen auf den Grund.

Einnahmen und Ausgaben

Wenn ihr eine gemeinsame Haushaltsführung habt, musst du mit der Trennung wieder umdenken. Euer gemeinsames Girokonto müsst ihr auflösen. Bei Scheidungen müssen Männer mit 11 Prozent weniger, Frauen sogar 33 Prozent Pro-Kopf-Einkommen rechnen. Die unmittelbaren Scheidungskosten für Anwalt und Gericht liegen dabei zwischen 2.000 und 15.000 Euro.

Die wirklichen Probleme machen Geschiedene über Jahre zum Sozialfall: Unterhaltskosten, die Aufteilung des Zugewinns und dass zwei getrennte Haushalte wesentlich teurer sind, als ein gemeinsamer. Einiges könnt ihr im Vorfeld klären. Dazu später mehr.

Haftung

Wenn du anderen einen Schaden zufügst, musst du diesen ersetzen. Eine Obergrenze gibt es dabei nicht. Deswegen bergen Haftungsrisiken ein unbegrenztes Schadenpotenzial. Sie haben daher oberste Priorität. Der mitversicherte Ehegatte oder Partner scheidet mit dem Tag der Scheidung aus dem gemeinsamen Haftpflichtvertrag aus.

Ihr braucht also zwei separate Verträge. Wenn ihr Kinder habt, achtet darauf, diese bei beiden mitzuversichern. Wenn ihr z.B. einen Hund habt, klärt, wer das Risiko für ihn trägt und ihn über eine Tierhalterhaftpflicht versichert.

Übernahme Krankheitskosten

Hattet ihr jeweils eine eigene Krankenversicherung, gibt es keine Schwierigkeiten. Es bleibt alles beim Alten. Beratungsbedarf ergibt sich jedoch, wenn ein Partner beim anderen beitragsfrei familienversichert war. Der Anspruch darauf endet mit dem Tag, an dem das Scheidungsurteil rechtskräftig wird.
Am besten teilt ihr der Krankenkasse sofort die Scheidung mit, auch wenn diese noch nicht rechtskräftig ist. Anschließend ist der Partner freiwillig gesetzlich krankenversichert. Wenn ihr Kinder habt, müsst ihr euch einigen, über wen sie evtl. beitragsfrei familienversichert werden.

Krankheits-/unfallbedingte Einkommensausfälle

Wenn ihr das Thema BU und Co. getrennt bearbeitet habt, ergibt sich kein Änderungsbedarf. Habt ihr bei eurem Absicherungskonzept das Einkommen des ehemaligen Partners einbezogen, müsst ihr an diesem Punkt nachbessern. Berücksichtigt dabei künftige Unterhaltsansprüche /-zahlungen. Wenn ihr verheiratet gewesen seid, ändern sich unter Umständen durch den Versorgungsausgleich eure Ansprüche.

Wir empfehlen euch hier in jedem Fall dringend, ein neues Konzept zu erstellen.

Pflegefall

Hier gilt das Gleiche, wie oben bei den krankheitsbedingten Einkommensausfällen. Wenn ihr eine Berufsunfähigkeitsversicherung habt, ist das Pflegerisiko übrigens automatisch mit abgesichert.

Ruhestand

Mit der Altersvorsorge Steuern sparen
Eine Scheidung kann die bestehende Altersvorsorge von jetzt auf gleich über den haufen werfen.

Durch die Scheidung entstehen möglicherweise gesetzliche oder vertragliche Versorgungsansprüche. Wenn ihr hier in der Vergangenheit bereits ein Konzept hattet, solltet ihr das überarbeiten.

Überprüft die bestehenden Versorgungen und ändert diese entsprechend. Besonders auf Bezugsrechte solltet ihr achten. Im Zweifel erhält dein Expartner Renten- oder Kapitalleistungen, weil du vergessen hast, das Bezugsrecht zu ändern.

Todesfall

Mit der Trennung erlischt der gesetzliche Schutz zur Witwen-/Witwerrente. Aus diesem Grund solltet ihr die bestehenden Verträge überprüfen und entsprechend ändern. Problematisch sind hierbei sogenannte Verträge „über Kreuz“, bei denen ein Partner den anderen über seinen Vertrag versichert. Damit vermeiden unverheiratete Paare im Leistungsfall die Erbschaftssteuer.

Bei der Trennung oder Scheidung wünscht man das jedoch nicht mehr die Absicherung des Expartners. Spätestens wenn ein neuer Partner kommt, soll ja dieser geschützt werden. Dann brauchst du einen neuen Vertrag, da die versicherte Person nicht einfach gewechselt werden kann.

Sachwertrisiken

Das geliebte KFZ ...

Wenn ihr wegen der Trennung aus- und umzieht, solltet ihr eure Hausratversicherung entsprechend ändern. Zieht einer der Partner aus, braucht der eine neue. Ihr solltet bei Kfz-Versicherungen Versicherungsnehmer, Haltereigenschaften sowie Rabattübertragungen prüfen.

Sonstige Risiken

Bei einer bestehenden Rechtsschutzversicherung scheidet der mitversicherte Ehegatte mit dem Tag der Scheidung aus und muss sich um eigenen Versicherungsschutz kümmern. Prüft ebenfalls die Mitversicherung der Kinder. Wenn du eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung hast, solltest du diese gegebenfalls ändern.

Vermögen – Verbindlichkeiten

Je nach Umfang des gemeinsamen Vermögens bzw. gemeinsamer Schulden ergibt sich mit einer Trennung oder Scheidung erheblicher Beratungsbedarf.
Gemeinsame Konten müsst ihr auflösen und Kontovollmachten widerrufen. Bei einer Scheidung wird im Rahmen des Versorgungsausgleichs bestimmt, wer den anderen durch den Zugewinn während der Ehe abfinden muss. Es ist nicht so, dass alles aufgeteilt wird.

Zugewinn bedeutet zunächst, dass jeder das mitnimmt, was er vorher auch besaß. Das gilt ebenfalls für Erbschaften während der Ehe. Lediglich die Wertsteigerung geht in den Zugewinn ein. In den Versorgungsausgleich gehen dagegen erworbene Rentenansprüche ein, egal ob Gesetzliche, Betriebs- oder Privatrente.

Derjenige, der während der Ehe mehr Ansprüche erworben hat, muss diese zur Hälfte an den Expartner übertragen. Richtig schwierig wird es bei Immobilien und Finanzierungen. Oftmals wird die Immobilie verlustreich verkauft. So oder so: Da braucht ihr professionelle Hilfe.

Oftmals führen diese Punkte zu teuren Gerichtsprozessen. Denke hierbei auch an dein Testament, wenn du bereits eines verfasst hast.

Fazit

Es verwundert uns, dass angesichts der Tragweite und langfristigen Auswirkungen nur etwa jeder Vierte einen Ehevertrag abschließt. Denn dieser ist die einzige wirksame Waffe gegen eine lange und teure Scheidung und gehört somit auch zum Thema: Versicherungen für Familien.

Es mag zwar unromantisch erscheinen, doch ist es sinnvoll, sich in guten Zeiten übers Geld zu unterhalten. Neben der Planung von Hochzeit, Flitterwochen und Ehenamen, sollte das Thema Versicherung, Geld und der Ehevertrag eine wesentliche Rolle spielen.

Eine unabhängige Beratung durch Anwälte, Steuerberater und Honorarberater empfehlen wir deshalb allen, die heiraten.

Wir sind für euch da!

Befindet ihr euch auch gerade vor der wunderbaren Lebenshpase oder steht sie euch bevor?

Habt ihr Fragen zum Thema: Versicherungen für Familien?

Dann meldet euch gern bei uns!

Gern unterstützen wir dich und euch in dieser besonderen Lebensphase! Dazu kannst du einfach online einen Termin bei uns buchen.

Melde dich gern bei uns!

Dein Tom und dein Stephan

Du hast noch Fragen zum Thema Versicherungen und finanzielle Absicherung?




Seit 2011 sind Stephan Busch und Tom Wonneberger die PROGRESS Finanzplaner. In ihrem Blog erklären sie alles rund um Versicherungen und Finanzen - einfach und verständlich. Weitere Infos findest Du auf der Über Uns Seite.


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