So läuft es bei einem Schaden mit einer Unfallversicherung

8 Kommentare

Der wahre Wert einer Versicherung zeigt sich ja erst bei einem Schaden. Das ist auch für uns als Makler und Berater immer die Stunde der Wahrheit. Hier entscheidet sich, ob unsere Empfehlung wirklich richtig war und ob wir in Zukunft mit der Gesellschaft zusammenarbeiten.

Unser Mandant, nennen wir ihn Martin*, kam vor ca. einem Jahr auf uns zu und wollte seine bestehenden Versicherungen und Finanzen gecheckt und geordnet haben. Er war tatsächlich ganz gut versorgt und so gab es wenig Anpassungsbedarf. Einer der Punkte war das Thema Unfallversicherung. Als Selbstständiger hat man keinerlei gesetzlichen Versicherungsschutz wenn man einen Unfall hat. Also haben wir Martin hier einen entsprechenden Vertrag empfohlen. Im Unfallbereich nehmen wir meistens die Interrisk, da diese sehr umfangreiche Leistung, schnelle Prozesse und Nettotarife, also ohne Provision bzw. Courtage bietet.

An einem Samstag schrieb Martin dann über Facebook, dass er einen schweren Motorradunfall hatte und nun im Krankenhaus liegt. Allerdings hatte er dabei noch Glück im Unglück. Er hatte zwar zahlreiche Prellungen und einige innere Verletzungen, aber nichts Lebensbedrohliches.

Am nächsten Tag haben wir die Gesellschaft informiert. Das Schadenformular haben wir Martin vorbeigebracht und vor Ort drüber gesprochen. Er füllte es aus und wir haben es neun Tage nach dem Unfall eingereicht. Den Entlassungsbericht hatte Martin zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

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Drei Wochen später wurde er entlassen und konnte uns den Entlassungsbericht zukommen lassen. Zusammen mit der notwendigen Schweigepflichtentbindung haben wir alles der Interrisk zugeschickt.

Acht Tage später bestätigte die Versicherung die Leistung und wies einen mittleren fünfstelligen Betrag zur Auszahlung an. Wir informierten Martin darüber, der natürlich happy war.

Weitere drei Tage später war das Geld auf Martins Konto. Damit kann er nun z.B. eine kleine Auszeit finanzieren, um sich vollständig zu erholen. Als Selbstständiger wäre das ohne die Unfallversicherung nicht möglich.

Vom Unfall bis zur Auszahlung sind also gerade einmal fünf Wochen vergangen. Es dauerte gar nur zwei Wochen bis der doch erhebliche Betrag nach Eingang aller Unterlagen ausgezahlt wurde.

Wir wünschen niemand einen solchen Schadenfall. Die Geldleistung kann die Gesundheit nicht wiederherstellen. Wenn dann aber doch mal der Tag X kommt, hoffen wir, dass zumindest finanziell alles so glatt geht, wie in diesem Fall aus unserem Alltag.

Wenn ihr Fragen zum Thema Unfall und zur Absicherung der Arbeitskraft habt, meldet euch!

* Name geändert

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Seit 2011 sind Stephan Busch und Tom Wonneberger die PROGRESS Finanzplaner. In ihrem Blog erklären sie alles rund um Versicherungen und Finanzen - einfach und verständlich. Weitere Infos findest Du auf der Über Uns Seite.


8 thoughts on “So läuft es bei einem Schaden mit einer Unfallversicherung”

  1. Alex says:

    Na das ging für den Martin gut aus. So sollte es eigentlich sein. Leider habe ich auch schon von anderen Fällen gehört, bei denen es ewig gedauert hat bis die Versicherung gezahlt hat. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung, zum Beispiel. Einige sagen, du musst erst den Kopf unterm Arm haben bevor die Versicherung irgendetwas zahlt. Stimmt das? Ist es wirklich so schwer?

    LG Alex

    1. Tom Wonneberger says:

      Hallo Alex,

      hierzu ein paar Erläuterungen.

      1) In den Medien tauchen vorwiegend die Fälle auf, wo es lange dauert oder gar keine Leistung ausgezahlt wird. Die sind ja auch spannender, als unserer Fall. Dadurch kommt es zu einer verzerrten Wahrnehmung.

      2) Im Bereich Berufsunfähigkeit liegt die Leistungsquote bei ca 75%. Das heißt, drei von vier Anträgen wird entsprochen und die Geschädigten bekommen ihr Geld.

      3) Zu den häufigsten Gründen, warum nicht geleistet wurde, gehören: der Kunde reagiert nicht weiter (37%), der Kunde ist (ärztlich attestiert) nicht berufsunfähig (32%), der Kunde hat im Antrag geschummelt oder die Unwahrheit angegeben (16%).Über die Hälfte der Ablehnungen können also vermieden werden, wenn im Antrag und in der Beantragung der Leistung mit guten Beratern/Vermittlern ordentliche Arbeit geleistet wird.

      Wir zum Beispiel erfragen im Vorfeld den Gesundheitszustand unserer Mandanten. Ist sich der Kunde unsicher, fordern wir die Versichertenakte bei der Krankenkasse an. Erst danach schauen wir, welche Versicherungen den Kunden zu welchen Konditionen annehmen. Im Leistungsfall arbeiten wir mit Spezialisten zusammen. So können wir Probleme bei den Leistungen weitestgehend vermeiden.

      Hier findest du dazu weitere Infos:

      https://blog.progress-dresden.de/checkliste/

      https://blog.progress-dresden.de/was-tun-wenn-ich-nicht-mehr-arbeiten-kann/

      Wenn du dich für das Thema interessierst, stehen wir dir gern zur Seite! Kontaktiere uns einfach dazu.

      Viele Grüße

      Tom

  2. Alex says:

    Hallo Tom,
    danke für die schnelle Antwort. Jetzt bin ich schlauer. Sollte ich diesbezüglich Hilfe brauchen, weiß ich an wen ich mich wenden kann. 😉
    Beste Grüße
    Alex

    1. Tom Wonneberger says:

      Immer gern Alex 🙂

      Tom

  3. Sandra Müller says:

    Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Der Artikel hat mir zum Verständnis der Versicherung sehr weitergeholfen. Im Notfall kann man ja auch mal anrufen.

  4. Klaus-Peter Kriehmig says:

    Hallo, dass was ich hier lese kommt mir sehr komisch vor! Ich bin auch bei der Interrisk und habe eine Unfallversicherung. Im August 2017 bin ich mir dem Rad gestürzt und habe mir dabei einen Brustwirbel mit Hinterkanten Beteiligung gebrochen. Sofort OP und danach 13 Monate Krank. Nach diesen 13 Monaten habe ich eine Wiedereingliederung im Betrieb (Büro) gemacht. Leider hat sich der Zustand dadurch eher noch verschlechtert wieso ich seit 02.01.2019 wieder Krank bin. Das einzige was ich bis jetzt von der Interrisk erhalten habe ist das Krankenhaustagegeld. Wir schreiben heute den 02.05.2019, also 21 Monate nach dem Unfall! Im März 2019 hat mich ein Gutachter von der Versicherung untersucht. Jetzt hat mir die Interrisk mitgeteilt das dieses Gutachten jetzt da sei.
    Bin gespannt wie es weiter geht. Und sollte jemand glauben das man so, mir nichts dir nichts sein Geld bekommt der kann sich auf lange Wartezeiten einstellen. Fazit: Dieser Artikel ist ein Fake.

    1. PROGRESS Blog says:

      Lieber Klaus-Peter,

      danke für deinen kritischen Kommentar! Wir finden es schade, wie es bei dir bisher gelaufen ist. Allerdings können (und dürfen) wir aus der Ferne hier keine Mutmaßungen abgeben oder helfen. Nein, unser Bericht ist kein Fake. Fakit ist: Mit Unterstützung eines Maklers oder Versicherungsberaters klappt es in der Regel auch mit der Schadenabwicklung. “Mir nichts dir nichts” funktioniert das in der Tat jedoch nicht.

      Viele Grüße

      Tom Wonneberger

      1. Kriehmig Klaus-Peter says:

        Anmerkung: Ich habe einen Anwalt der sich seit dem Unfall um alles kümmert.

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