Warum sich Handyversicherung und Co nicht lohnen

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In diesem Beitrag zeigen wir, warum sich Handyversicherung und Co nicht lohnen. Außerdem zeigen wir sinnvollere Alternativen für Selbstständige und Unternehmen.

Man versichert was einem wichtig ist. Das führt dazu, dass Autos besser abgesichert sind, als die eigene Gesundheit oder Arbeitskraft. Das treibt nicht Wenige dazu, Versicherung für völlig unerhebliche Risiken abzuschließen. Wer uns kennt, hat den Satz sicher schon mal gelesen oder gehört, aber er ist einfach zu wichtig, so dass wir ihn noch mal wiederholen: Versicherungen sollen nur für Risiken einspringen deren Schäden dich finanziell langfristig überfordern.

Mittlerweile gehören Smartphones, Tablets und Laptops zu den am meisten benutzten Alltagsgegenständen und sind uns entsprechend wichtig. Das führt dazu, dass findige Unternehmer Versicherungen kreieren, die so vermutlich keiner braucht oder für die es schon lange bessere Alternativen gibt.

Eine dieser Kreationen sind sog. Geräteversicherungen, wie Laptop-, Kamera- oder Handyversicherung. Einer der bekanntesten Anbieter ist Schutzklick. Der Schutz der liebgewordenen Geräte ist schnell und unkompliziert erledigt. Dahinter stehen namhafte Versicherer wie Allianz oder die R+V. Es lohnt sich jedoch, mal nachzuschauen und nachzurechnen.

Wir haben ein Beispiel gewählt, das so von einem Kunden tatsächlich bei uns nachgefragt wurde.

Preis

Besagter Kunde wollte sein fast neues MacBook versichern. 2017 kostet der „Rund-um-Schutz“ für ein Jahr etwa 100€ für ein Gerät mit einem Wert von 2.000€ – 3.000€. Allerdings darfst du nicht vergessen, das Häkchen beim Diebstahlschutz zu setzen. Denn nur dann hast du einen wirklichen „Rund-um-Schutz“. So kostet das Gerät schon 135€ im Jahr. Der Preis ist gegenüber 2016 übrigens schon um 16% gestiegen.

Schutzklick

Preisabfrage bei Schutzklick am 26.09.2017

Und hier müssen wir schon in die Details gehen. „Normale“ Versicherungen verlängern sich automatisch von Jahr zu Jahr, wenn du nicht rechtzeitig (meist 3 Monate vorher) kündigst. Bei dieser Versicherung ist es andersherum. Du kannst Geräte für maximal 36 Monate versichern. Musst aber nach der Versicherungsdauer (hier ein Jahr) die Versicherung verlängern. Achso: du kannst nur Geräte versichern, die maximal 3 Monate alt sind.

Bedingungen

Der Preis ist das andere, entscheidender ist ja, was du im Schadensfall bekommst. Ist eine Reparatur möglich, wird diese bezahlt. Liegt ein Totalschaden oder Diebstahl vor (sofern du das Häkchen gesetzt hast), bekommst du ein gleichwertiges Ersatzgerät oder den Zeitwert ersetzt. Der Zeitwert richtet sich nach dem Alter des Geräts:

  • bis 6 Monate 100%
  • 6 bis 12 Monate 80%
  • 12 bis 24 Monate 60%
  • 24 bis 42 Monate 40%

Kostet unser MacBook z.B. genau 2.000€ und geht nach 15 Monaten kaputt, bekommen wir maximal 1.200€ erstattet. Es ist also nicht so, dass du dir günstig alle paar Jahre ein neues Handy oder einen Laptop darüber finanzieren kannst.

Allerdings fällt bei jedem Versicherungsfall eine Selbstbeteiligung an. Diesen Betrag musst du selbst tragen.

Preis (ohne Rabatte oä)Selbstbehalt
bis 500€30€
500,01€ bis 1.000,00€60€
1.000,01€ bis 3.000,00€90€
3.000,01€ bis 4.000,00€150€
4.000,01€ bis 5.000,00€200€

Können wir unser MacBook also z.B. für 250€ reparieren, bezahlt unser Kunde 90€ und die Versicherung 160€. Der gleiche Betrag wird bei der totalen Zerstörung fällig.

Dumm nur, wenn das MacBook unseres Kunden geklaut wird. Dann beträgt der Selbstbehalt nämlich 25% des ursprünglichen Preises. Heißt also in unserem Beispiel mit dem 15 Monate alten Mac, dass er nicht 1.200€ erstattet bekommt, sondern nur 700€, da ja noch 25% Selbstbeteiligung (=500€) fällig werden.

Problem: Unternehmen mit mehreren Geräten

Ein riesen Nachteil dieser Form von Versicherung ist natürlich, dass du jedes Gerät einzeln versichern musst. Bei unserem Kunden hätte es wie folgt ausgesehen:

GerätBeitrag
3x Mac405€
Digitalkamera95€
Kamera45€
Bildschirme85€
Drucker20€
Lautsprecher20€
Summe jährlich670€

Sobald du also mehrere Geräte versichern willst (oder musst), wird die Einzelversicherung ein teures Unterfangen. Außerdem musst du jedes Mal, wenn du etwas Neues anschaffst oder ein altes Gerät gegen ein neues tauscht, einen neuen Vertrag separat abschließen. Für Unternehmen oder Freelancer ein ungeheurer und sinnloser Aufwand.

Die Alternative: Elektronik-Pauschal-Versicherung

Zum Glück gibt’s eine Alternative: die Elektronik-Pauschal-Versicherung. Diese sichert ALLE elektronischen Geräte gegen ALLE Gefahren, sogar Schäden durch Falschbedienung. Außerdem sind – im Gegensatz zu Schutzklick – in der Regel auch Software-Schäden abgesichert. Bei guten Anbietern ist nicht nur der Zeitwert, sondern in gewissen Grenzen sogar der Neuwert versichert. Desweiteren brauchst du nicht jedes Gerät einzeln zu versichern. Es reicht, wenn du einmal im Jahr prüfst, ob die Versicherungssumme noch ausreicht. Achja: Die Elektronik-Pauschal-Versicherung unseres Kunden kostet nur etwa ein Viertel der Schutzklick-Absicherung.

Wir unterstützen dich bei der Absicherung der Elektronik deines Unternehmens. Vereinbare einfach einen Termin dazu bei uns!

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