Tipps und Tricks für dein Work&Travel

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Ein Work&Travel ist eine großartige Erfahrung. Damit in der Vorbereitung keine Panik aufkommt, verrät euch Valerie in diesem Gastbeitrag Tipps und Tricks.

Schon vor zwei Jahren habe ich meinen Entschluss gefasst: Ich will als Work and Traveller nach Australien, komme was wolle! Und entgegen einiger Probleme und Stolpersteine stehe ich nun kurz vor meinem Ziel, in wenigen Wochen heißt es “Goodbye Germany!” und “Hello, Australia!”.

Doch der Weg dahin war nicht immer einfach, es gab viel zu planen, zu organisieren und manchmal auch die ein oder andere Träne. Doch das alles zeigte mir nur, wie sehr mir dieser Schritt am Herzen liegt.

Nun möchte ich meine Erfahrungen gern teilen, damit andere zukünftige Work and Traveller davon profitieren können. Hier also eine Liste mit Dingen, die ihr vor Abreise nicht vergessen solltet zu erledigen. Zu sagen wäre noch, dass ich meine Planung selbst übernommen habe, es gibt natürlich auch immer die Möglichkeit das von Organisationen machen zu lassen, dazu aber später mehr.

TO-DO-Liste Work&Travel

– SPAREN, SPAREN, SPAREN, denn egal ob Australien, Amerika oder China, günstig ist so was wohl nie! Ich habe daher neben meinem Hauptberuf in den Sommermonaten zusätzlich gekellnert, ich werde allerdings auch in Australien arbeiten um mir gewisse Extrawünsche zu finanzieren.

– Ob ihr die Reise alleine oder zu zweit antreten wollt, solltet ihr euch auch gut überlegen. Das hängt natürlich immer sehr von der eigenen Einstellung ab. Ich habe mich entschieden den Trip mit einer Freundin zu unternehmen und bin auch sehr froh darüber sie an meiner Seite zu wissen. Checkt vorher aber unbedingt, ob ihr und euer Reisepartner auch auf längere Zeit harmoniert, sonst könnte das auf Reisen ziemliche Probleme geben. Der ein oder andere Streit oder auch mal eine Kratzspur sind natürlich ganz normal, wenn man so viel Zeit miteinander verbringt.

Auch der Reisepass muss rechtzeitig beantragt werden. Die Erstellung dauert im Normalfall 4-6 Wochen und kostet bis zum 24. Lebensjahr 37,50€, danach 59,00€. Den Reisepass benötigt ihr um euer Visum zu beantragen, also erledigt das unbedingt vorher.

– Ihr solltet euch eine Kreditkarte beantragen mit der ihr auch im Ausland kostenfrei Geld abheben könnt (Visa-Card). Es gibt einige Anbieter bei der euch die Anlage des Kontos und auch das Konto selbst keinen Cent kostet.

– Bestehende Versicherung kündigen, vorübergehend auf Eis legen oder sicherstellen, dass die Beträge auch in eurer Abwesenheit immer fristgemäß vom Konto abgehen. Bei diesen Belangen können euch Tom und Stephan sicher prima unter die Arme greifen.

– Flüge buchen, ich habe mich für einen Open-Return-Flug entschieden, d.h. man zahlt direkt den Hin- und Rückflug, kann aber den Rückflug vor Ort variabel ein-/ und umbuchen. Außerdem habe ich schon ziemlich früh gebucht (9 Monate vor Abflug) um noch von den Frühbucherpreisen zu profitieren.

– Das Visum solltet ihr auf jeden Fall rechtzeitig beantragen, bei mir ging es total fix, aber das kann auch mal bis zu 3 Monaten dauern.

Die Wohnung rechtzeitig zu kündigen oder unterzuvermieten solltet ihr auch nicht vergessen. Bei mir war das ein ziemlicher Kampf und hat sich in Summe über 6 Monate hingezogen, in der Zeit hieß es zum ersten Mal wirklich DURCHHALTEN, denn neben Frust, Streit, Tränen, Ärger und Verzweiflung macht so ein Umzug auch viel Arbeit und kostet Zeit (und manchmal auch Geld). Ich hatte zum Glück immer liebe Freunde und Helfer an meiner Seite, die mir den Rücken gestärkt haben. Und im Normalfall gibt es ja auch nicht so viel Stress, mein Vermieter und ich hatten anscheinend nur den falschen Tag erwischt.

– Eine Reisekrankenversicherung abzuschließen ist einer der wichtigsten Punkte, zumindest, wenn es in das außereuropäische Ausland geht. Dann seid ihr abgesichert und könnt auch im Zielland ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, ohne direkt Pleite zu gehen.

– Den internationalen Führerschein zu beantragen ist auch nicht falsch. Das kostet euch nur um die 16,00€ und geht ziemlich schnell, vorausgesetzt ihr besitzt bereits den deutschen bzw. europäischen Führerschein.

Bewerbungen schreiben und Stellen ausfindig machen, das kann man teilweise schon von Deutschland aus erledigen. Es spart vor Ort Zeit, wenn der Lebenslauf schon druckfertig auf der Festplatte liegt.

Die richtige Ausrüstung ist neben dem ganzen Papierkram natürlich auch von Bedeutung. Besorgt euch also unbedingt einen passend Rucksack! Der kann dann auch ruhig mal ein bisschen mehr kosten, denn es soll ja nicht überall drücken und pieken und kratzen. Ich habe auch schon viel von Backpackern mit Rollkoffern gehört, ich persönlich konnte mich dafür aber nicht begeistern. Außerdem solltet ihr an einen Steckdosenadapter denken und an das richtige Schuhwerk. Natürlich ist es Ansichtssache was man sich schon in Deutschland kauft und was erst später im Zielland, ich habe mir die folgenden Dinge schon jetzt angeschafft: Rucksack, Laufschuhe, Adapter, australische Sim-Karte, Wetterjacke, externe Festplatte und ein paar Spielerein, die wahrscheinlich nicht unbedingt nötig gewesen wären. Generell solltet ihr aber nicht zu viel einpacken, das wird nur unnötig schwer und im Zielland gibt es höchstwahrscheinlich auch Supermärkte 😉

Vorbereitung für ein Work&Travel

Was solltest du wann wie machen?

Organisation oder doch lieber selber planen?

Hier möchte ich nun noch mal kurz das Pro und Kontra von Organisationen und der eigenständigen Planung aufführen, vielleicht erleichtert euch das die Entscheidung.

Das Pro:

… von Organisationen ist klar definiert, sie buchen dir deine Flüge, beantragen dein Visum, veranstalten Vorbereitungskurse, unterstützen dich vor Ort bei der Jobsuche und bieten dir verschiedene Gimmicks. Außerdem kannst du auf diese Art Leute treffen die ähnliche Pläne haben und dich mit ihnen austauschen. Im Großen und Ganzen ist die Reise mit Organisation also entspannter und die Vorbereitung wird zum Großteil von anderen übernommen.

Bei der eigenständigen Planung hast du den großen Vorteil, dass du alles zu jeder Zeit voll im Blick hast. Du sparst dir einiges an Geld, da Organisationen natürlich auch an Ihrem Angebot verdienen wollen. Zudem entwickelst du schon vorab eine gewisse Selbstständigkeit, die du im Zielland auf jeden Fall gebrauchen kannst. Die Möglichkeit vor Ort Backpacker-Büros aufzusuchen hast du auch ohne Organisationen, es gibt nämlich auch freie Büros, welche nicht an die Organisationen gekettet sind.

Das Kontra:

… von Organisationen ist in meinen Augen vor allem der Preis, dieser ist deutlich geringer, wenn du dir selbst deine Flüge buchst und auch das Visum eigenständig beantragst. Außerdem ist man immer auf andere angewiesen und nie auf sich selbst.

Bei der eigenständigen Planung hast du mehr zu erledigen als mit Organisation. Das kann auch mal stressig oder nervig werden, denn mit Problemen muss man immer rechnen. Außerdem hast du in Australien trotz der freien Backpacker-Büros keinen direkten Ansprechpartner, den du im Notfall aufsuchen kannst.

Die Entscheidung was für euch am besten ist kann euch niemand abnehmen. Ich habe mich nach anfänglichen Überlegungen schnell für die selbstständige Planung entschieden und bereue das auch nicht. Es hat viel Spaß gemacht und ich würde mich immer wieder so entscheiden.

Abschließend …

… wäre noch zu sagen, dass man trotz dieser Planung und Organisation eigentlich nie wirklich vorbereitet ist. Bis zu meinem Abflug sind es nur noch wenige Wochen und trotzdem kann ich das alles gar nicht realisieren, es ist als plant man diese Reise für jemanden anderen. Es wird sicher nicht immer leicht und auch in Australien wird man den ein oder anderen Tag schreckliches Heimweh haben, traurig, verzweifelt und unsicher sein. Aber es wird auch so viele aufregende, schöne, neue Momente und Erfahrungen geben, dass die guten Tage überwiegen und man Kraft sammeln kann für die schwierigen. Also haltet durch und vergesst nicht: Dranbleiben lohnt sich!

Ich wünsche allen die dasselbe planen viel Erfolg auf Ihrer Reise!

Bis dahin – Toodle-loo, Kangaroo!


Valerie Weise

Ich bin Valerie Weise, 20 Jahre alt und begeistere mich vor allem für Tiere und die kleinen Dinge des Lebens. Zur Zeit liegt der größte Teil meiner Aufmerksamkeit auf der Planung meines Auslandjahres. Bisher war ich als Industriekauffrau tätig, möchte nun aber nochmal ganz von vorn beginnen und mein Leben auf den Kopf stellen. Ich warte nun also ganz ungeduldig auf die Möglichkeiten, die sich mir (hoffentlich) eröffnen und auf den Weg der vor mir liegt.

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