Nachgefragt

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Jeden Monat stellen wir junge Unternehmen vor. Doch wie sieht es eigentlich bei ihnen nach ein oder zwei Jahren aus? Was hat sich geändert? Was gibt es Neues? Wir haben mal nachgefragt!

Alle weiteren Unternehmen findet ihr hier:

Nachgehakt, zugehört & notiert …

Dreizehngrad

Dreizehngrad

Was hast du seitdem geschafft?

– das Geschäft auf eine breitere Basis zu stellen und sicherer zu machen
– uns in vielen Bereichen zu professionalisieren
– zahlreiche schöne Projekte sind dazugekommen
– mich besser zu organisieren

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

– das große Ganze funktioniert, im Detail kann man natürlich immer optimieren

Was siehst du heute anders?

– zu Beginn haben wir unsere Energie teilweise großräumig verschleudert, heute denke ich, dass Fokussierung auf Wesentliches deutlich besser funktioniert

Was hast du seitdem gelernt?

– mir meine Zeit besser einzuteilen und damit effektiver zu werden
– Kickern!

Was machst du heute anders?

– ich bin gelassener geworden, eine ruhige Woche macht einen nicht mehr so nervös

Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

– zum einen das Geschäft weiter auszubauen und so mehr Sicherheit zu gewinnen
– eine neue Werkstatt + Lager in Dresden und das nach und nach so gestalten, dass es sich gut arbeiten lässt

Eigenart

Eigenart

Was hast du seitdem geschafft?

– Moderneres Erscheinungsbild
– Firmensitz Umzug
– Eigenart – Liebenswert (zwei Firmen in einem Gebäude)

Was siehst du heute anders?

– NEIN zu sagen
– mich nicht für andere verbiegen
– das zu sein was ich bin

Was hast du seitdem gelernt?

– die Dinge passieren
– Mehr Selbstvertrauen
– auf die Signale des Körpers zu hören

Was machst du heute anders?

– nur das zu machen, was mir Freude bereitet

Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

Ich will mal nicht zu meinen Kindern sagen… ups.. ich habe mich ganz vergessen…vergessen zu leben… ich hatte einfach keine Zeit dafür…

Mokost

Mokost

Was habt ihr seitdem geschafft?

Rob hatte beim Beantworten der letzten Fragen ein kleines Stück Robbenbabyfleisch im Zahn. Kennst das ja, da spielt man dann immer mit der Zunge dran rum und versucht es mit unterschiedlichen Hilfsmitteln zu entfernen. Letzte Woche haben wir es dann aber gemeinsam geschafft und konnten es entfernen!

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

Die Zunge von Jens! Damit haben wir das Robbenbabyfleisch einfach nicht aus dem Mund von Robert bekommen.

Was seht ihr heute anders?

Wir werden immer älter und sehen alles mittlerweile etwas anders. In erster Linie unscharf.

Was habt ihr seitdem gelernt?

Das Regen Vitamin B12 enthält.

Was macht ihr heute anders?

Wir antworten auf diese Fragen nicht mehr einzeln. Wir haben unsere individuellen Persönlichkeiten zu Gunsten von MOKOST in die Tonne gekloppt. Gleichschaltung ist das Ziel! Zwei dumme, ein Gedanke!

Was habt ihr euch für die Zukunft vorgenommen?

Wir wollen unsere “Filmkarriere” an den Nagel hängen und ab sofort nur noch Robbenbabyfleisch aus Afrika importieren und in Deutschland vertreiben. Das ist ein Riesenmarkt!

Nordwerk

Nordwerk

Was habt ihr seitdem geschafft?

Es gibt uns noch! Keiner weiß vor einer Gründung, wie sich alles entwickeln wird und wir sind sehr stolz darauf, dass wir inzwischen erfolgreich deutschlandweit arbeiten und unser Geschäft nun auch in die Niederlande ausgedehnt haben. Auf dem Weg dahin sind wir auch persönlich im Team reifer geworden. Das wichtigste aber ist, dass wir wissen, was wir können. Jeder im Team hat seinen Platz gefunden und wir wurden effizienter. Und klar auch eine abgedroschene Phrase nicht fehlen darf: Es macht immer noch Spaß 🙂

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

Am Anfang haben wir geglaubt, jeder müsse in jedem Detail der Projekte drinstecken. Das ist Unsinn! Dadurch überflutet man sich selbst und setzt einander unter Druck. Ein Projekt braucht einen Kopf. Mit dem Wachstum stellte sich heraus, dass demokratische Prozesse auch hinderlich sein können, wenn jeder zu jedem Punkt aussagekräftig sein muss oder will. Ich nehme an, diesen Fehler machen viele Gründer. Heute arbeiten wir viel arbeitsteiliger und sind auch entspannter, wenn einer von uns im Zuge einer Arbeit einmal eine Entscheidung fällt, die ein anderer vielleicht anders getroffen hätte. Alles bis zum letzten auszudiskutieren, schafft nur scheinbar Transparenz. In Wirklichkeit hält es auf. Letztlich sind Arbeitstreffen dafür da, alle auf dem neuesten Stand zu halten.

Was seht Ihr heute anders?

Man lernt immer viel dazu. Aber eine wichtige Sache ist die Erkenntnis, dass ungeheuer viel geredet wird. Wenn die Möglichkeit eines schönen Projektes am Horizont auftaucht, dann bedeutet das erstmal gar nichts. Ein Geschäft zu machen ist harte Arbeit. Daher sind wir vor einer guten Chance nicht mehr aufgeregt und auch entspannter, wenn etwas einmal nicht klappt.

Was habt Ihr seitdem gelernt?

Neben vielen Fragen, die sich sicher jedem Gründer stellen, haben wir vor allem gelernt, dass sich nichts erzwingen lässt. Manchmal muss man sich gerade dann in Geduld üben, wenn es am ungünstigsten ist und manchmal füllen sich die Auftragsbücher ausgerechnet dann, wenn Zeit eine knappe Ressource ist. Auch wissen wir heute, dass es viele gute Gründe gibt, auf eine Nachtschicht zu verzichten. Man muss auf sich selbst achten, sonst brennt man schnell aus.

Was macht Ihr heute anders?

Wir arbeiten mehr mit Zeitplänen als früher, sind strukturierter und “ordentlicher” geworden. Projektsteuerung ist etwas, dass wir erst lernen mussten. Auch wenn wir uns mit Ablaufplänen auskannten war es doch am Anfang schwer, alles von einem Blatt Papier auch so zu übertragen. Außerdem mussten wir erst erfahren, dass nicht immer alles so funktioniert wie geplant. Also arbeiten wir mehr mit Puffern und haben auch unser Team so aufgestellt, dass wir nicht immer persönlich jeden Schritt überwachen müssen.

Was habt ihr euch für die Zukunft vorgenommen?

Für uns steht die maschinelle Aufrüstung stark im Fokus. Außerdem benötigen wir zusätzliche Mitarbeiter in der Planung. Dazu schaffen wir gerade neue Büroräume. Ansonsten sieht unsere Vision für die Zukunft weiterhin so aus, wie am ersten Tag: Wir wollen einfach nur cooles Zeug bauen.

Schubladen

Schubladen

Was hast du seitdem geschafft?

Ich habe meinen Laden etabliert und vor allem online große Fortschritte gemacht. Ich habe es geschafft, auch auf neue Märkte zu fahren und mich in anderen Städten bekannt zu machen. Ich habe viele neue Kooperationen mit anderen Läden geschlossen und meine Produkte werden in anderen Geschäften verkauft.

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

Noch immer habe ich nicht alle Kunden erziehen können Nicht jeder versteht, dass Handgearbeitetes Zeit braucht und es kommt immer noch vor, dass Leute einen handgefertigten Holzbriefkasten in Wunschfarbe bestellen und morgen verschenken wollen. Es muss da noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Außerdem stelle ich fest, dass ich meine Arbeitsabläufe optimieren könnte.

Was siehst du heute anders?
Was hast du seitdem gelernt?
Was machst du heute anders?
Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

Aus meinen Überlegungen der Arbeitsoptimierung, Effizienz und Produktneuentwicklung und aufgrund, dass ich neue Leute kennengelernt habe hat sich ein neues Projekt ergeben. Ich werde mit meinem Laden umziehen. Dann bin ich auch nicht mehr alleine, sondern mache einen neuen Laden unter neuem Namen (Handmade²) zusammen mit einer Freundin, die auch schon ein ähnliches Ladenkonzept hat, Sachen selbst produziert und als Ergänzung zum Sortiment auch Sachen von anderen anbietet.

Zusammen können wir effizienter arbeiten, mehr Markttermine oder andere Events mitnehmen und müssen uns dann nicht immer um eine Ladenvertretung kümmern, sondern können gegenseitig einspringen. Mit mehr Freiraum kann man besser hintereinander arbeiten und auch neue Produktideen entwickeln und umsetzen. So blöd wie das klingt, aber manchmal stört es mich fast, wenn Kunden in den Laden kommen, weil ich mich gerade auf etwas konzentriere oder etwas fertig werden muss.

Der neue Laden ist viel größer und wir können Workshops umsetzen. Da gab der alte Laden nicht her. Am 11. April öffne ich hier das letzte Mal meine Tür, am 4. Mai eröffnen wir im neuen Objekt. Zukünftig will ich also mehr Neues entwickeln, mich mehr austauschen und wieder mehr auf anderen Veranstaltungen tanzen. Das inspiriert.

Antje Dahm – Maskenbild Design

Antje Dahm

Was hast du seitdem geschafft?

Vor 18 Monaten habt ihr mich nach den Zielen der nächsten 2 Wochen, Monate und Jahre gefragt. Meine Antworten waren:

2 Wochen: Formenbau für ein Gesichtsteil fertig stellen. – geschafft!
2 Monate: Eine erfolgreiche und gute Zeit bei den Bayreuther Festspielen hinlegen – geschafft!
2 Jahre: Gute Auftragslage und bis Ende 2015 eine Werkstatt aufgebaut haben – geschafft!

Ich kann ohne weiteres von meiner Selbständigkeit leben und eine Werkstatt habe ich bereits April 2014 bezogen. Sie ist zwar noch nicht fertig und hat noch einiges an Ausbaupotential, aber ich lieg ja gut im Zeitplan. Ich habe seitdem aber noch viel mehr erreicht als eigentlich geplant war, darunter: neue Wohnung, neue Liebe & neues Glück, neue Homepage, viele neue, tolle Partner, Freunde & Kontakte.

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

Mein Privatleben und meine Vorstellung dessen wie es verlaufen sollte. Ich habe letztes Jahr eine recht radikale Entscheidung getroffen und mich nach 8 Jahren Beziehung, getrennt. Das war wohl die beste Entscheidung der vergangenen 18 Monate. Aber diese fußte eben auf der Erkenntnis, dass mein Privatleben, so wie es derzeit lief, weder gut war, noch funktionierte. Ich war eingeengt, unsicher, mies behandelt und absolut unfrei in allem, sowohl privat, als auch beruflich.

Was siehst du heute anders?

Ich dachte damals, man sollte Privat- und Berufsleben am besten strickt trennen. Ich war dadurch gegenüber jedem und allem ziemlich misstrauisch, extrem unentspannt und stand mir selbst im Weg.

Heute halte ich die Einstellung für völligen Blödsinn. Ich habe damals auch schon an meiner Einstellung gezweifelt. Aber denken und machen sind zwei paar Schuh’. Ich bin eine Person und ich bin mein Geschäft. Ich arbeite direkt mit und am Menschen, ich kann Beruf und „Ich-Sein“ nicht trennen. Will ich auch gar nicht mehr. Mein Beruf ist meine Berufung, meine Leidenschaft und gerade in der Kunst, lebt man von der Individualität, der Persönlichkeit die man hat und ausstrahlt.

Was hast du seitdem gelernt?

Die wichtigste Erkenntnis: Es ist alles viel leichter, wenn man offen, ehrlich und locker auf Menschen zugeht. Es gelingt mir noch nicht in jeder Situation, aber ich übe. Man kann sich nicht vor schlechten Erfahrungen schützen, sie passieren. Bin ich misstrauisch und skeptisch gegenüber allem, ist eines sicher: ich verbaue mir unendlich viele Chancen spannender Begegnungen, inspirierender Kontakte, Freundschaften und Abwechslung im Alltag.

Was machst du heute anders?

Ich bin mehr ich. Ich arbeite daran, meine Arbeit und mein Privatleben mehr zu verknüpfen. Ich plane gezielter und lebe bewusster. Ich bitte um Hilfe und nehme sie an.

Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

Im Stil der Befragung vor 18 Monaten:

In den nächsten 2 Wochen: Haushaltpläne aktualisieren, Monatsplanung für März festmachen. Maskenbauauftrag planen und umsetzen. Diverse Fotoshootings und Proben für neue Inszenierung „Kabale&Liebe“ planen und maskenbildnerisch begleiten. Mehr nach Hilfe fragen und üben, sie anzunehmen. Gesünder werden.
In den nächsten 2 Monaten: Maskenbildnermesse Düsseldorf. Werkstatt ausbauen. Weitere Aufträge. Mehr nach Hilfe fragen und üben sie anzunehmen. Gesünder werden und leben.
In den nächsten 2 Jahren: Werkstattausbau abschließen. Seminare an Musikhochschule halten & etablieren. Eventuell soziale Projekte ankurbeln und Projekte mit zeitweiligen Angestellten forcieren. Gesund sein und leben.

Pykado

Pykado

Was hast du seitdem geschafft?

In den letzten Monaten hat sich viel bei PYKADO getan. Firmen wie Kempinski Hotels, HP oder auch Pro 7 gehören zu meinen neuen Kunden. Mein Geschäft hat sich sehr gut gefestigt. Zudem habe ich Anfang 2015 zusammen mit Christian von 720 Pictures die Marke „DAS-FOTO-LOFT“ gegründet und dafür ein ganz neues Fotostudio für Privatkunden in Dresden eröffnet.

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

Letztes Jahr habe ich mich von meinem langjährigen Geschäftspartner getrennt. Nach fast drei Jahren Zusammenarbeit, mussten wir feststellen, dass unsere Ziele doch zu unterschiedlich waren. Ab diesem Moment habe ich noch mehr Engagement in meine Marke PYKADO investiert, was rückblickend gesehen, die beste Entscheidung meines bisherigen Lebens war.

Was siehst du heute anders?

Der Begriff Work-Life-Balance ist gerade bei Selbstständigen in aller Munde. Vor einigen Jahren war für mich noch klar, 24-7 gehört von nun an zu meinem Leben. Heute sehe ich das ein wenig anders. Gelegentliche Auszeiten und ein Tapetenwechsel steigern die Arbeitsqualität und Motivation.

Was hast du seitdem gelernt?

Weniger große Projekte, dafür kontinuierliches Engagement auf allen Ebenen. Da passt das Sprichwort: „Steter Tropfen höhlt den Stein!“. Natürlich heißt das nicht, dass es gar keinen Highlights mehr geben wird.

Was machst du heute anders?

Am Anfang meiner Selbstständigkeit, hatte ich noch stets das Bedürfnis, alle Arbeiten selbst und ohne Hilfe anderer zu erledigen. Heute weiß ich, dass Großartiges nur in Teamarbeit entstehen kann. Auch mal einen Auftrag oder Kunden abzugeben, schafft für mich heute wertvolle Zeit für wichtige Planungsarbeit.

Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

Für das Jahr 2015 habe ich mir vorgenommen, meine beiden Marken PYKADO und DAS-FOTO-LOFT weiter auszubauen. Dazu gehören die Optimierung beider Websites, Werbekampagnen und natürlich auch weiter viele Kunden erfolgreich zu betreuen.

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