Nachgefragt II

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Jeden Monat stellen wir junge Unternehmen vor. Doch wie sieht es eigentlich bei ihnen nach ein oder zwei Jahren aus? Was hat sich geändert? Was gibt es Neues? Wir haben mal nachgefragt!

Spiegelneuronen

Existenzgründer stellen sich vor Spiegelneuronen

Was habt ihr seit dem geschafft?

Ganz schön viel. Manchmal können wir es selbst kaum glauben. Und nun sind wir in wenigen Tagen eine GmbH und blicken auf ein spannendes Jahr 2016. Unterwegs haben wir nicht nur jede Menge spannende Menschen kennenglernt, sondern das Thema Glück und Wohlbefinden als Basis für körperliche und geistige Gesundheit mehr und mehr in der Mitte der Gesellschaft – und auch Schulmedizin – verankert.

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

Manchmal war es nicht so leicht, einfach mal abzuschalten. Es gab immer so viele tolle neue Möglichkeiten und Projekte. Da fiel es manchmal schwer, NEIN zu sagen und ein paar Gänge runterzuschalten.

Was seht ihr heute anders?

Viele “Große”, an die wir uns früher nicht rangetraut haben oder von denen wir dachten, sie schaffen übermenschliche Dinge, kennen wir inzwischen persönlich und merken: die sind auch nur Menschen 🙂

Was habt ihr seit dem gelernt?

Mutig sein. Sich trauen, zu fragen. Zu sich stehen. Und zu seinen Überzeugungen. Nicht bekehren wollen, sondern Angebote machen und viele Fragen stellen.

Was macht ihr heute anders?

Wir sind nicht mehr so aufgeregt. Und lassen uns von knappen Zeitplänen nicht mehr aus der Ruhe bringen. Wir sind souveräner geworden. Tougher. Das tut gut.

Was habt ihr euch für die Zukunft vorgenommen?

Weitermachen. Die Welt retten. Jeden Tag ein bisschen. Und dabei schauen, wo die Menschen sind, die uns dabei unterstützen.

Cardea

Existenzgründer stellen sich vor Cardea

Was hast du seit dem geschafft?

– mehr Kurse aufgebaut: um viele Dresdner gesund und fit zu machen: mittlerweile gibt es  6 weitere tolle, inspirierende Lehrer in meinem Studio zu erleben

– ich bin etwas besser organisiert, strukturierter und gelassener; zumindest übe ich mich in mehr Achtsamkeit dafür

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

– mehr Zeit für mich bekommen, aber es gibt gute Vorsätze für 2016

–  ein Buchungssystem organisieren, ABER: s.o. es gibt gute Vorsätze für 2016

– ich schaffe es zu selten, selbst zu trainieren; auch hier s.o.! 2016!

Was siehst du heute anders?

– ich darf einfach so sein wie ich bin; das ist ja gerade der Bonus bei der Selbständigkeit

– ich darf auch Aufgaben abgeben: das fetzt, befreit und schafft wichtige Freiräume

Was hast du seit dem gelernt?

– ich darf mich auch zurück nehmen wenn ich das brauche

– ich hab tatsächlich schon was Großes geschafft & ich darf stolz sein, auch wenn immer nicht alles bis ins Mini- Detail funktioniert…

Was machst du heute anders?

– ich bin in vielen Dingen entspannter bzw. übe mich in Gelassenheit

– ich finde den Weg öfters zurück in die Natur & ich liebe es!

Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

– ein größeres Studio, eine große Gemeinschaft für gesunde Kochevents & sowieso für noch mehr Pilates und Yoga

– noch mehr Freude teilen & den Menschen da draußen zeigen, was ich liebe

– auch wenn es teilweise verrückte Projekte sind, aber ich möchte einfach bisschen verrückt sein & ich denke CARDEA erlaubt es mir

Teerausch

Was hast du seit dem geschafft?

Onlineshop läuft. Biozertifizierung ist geschafft. Das waren die beiden großen Hürden in den letzten 2 Jahren. Zwei sehr kompetente Aushilfen ergänzen seit einem Jahr mein Team und ermöglichen es mir, 2 Tage in der Woche von zu Hause zu arbeiten. 2 Tage mit freier Zeiteinteilung. Da habe ich Zeit für Sport, Tee mit Freunden oder ich kann einfach mal raus um die Sonne zu genießen.

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

Es gab viele kleine Hürden, die ich mal besser mal schlechter und manchmal leider gar nicht gemeistert habe. Probleme und Erledigungen aufschieben, kann ich leider immer noch sehr gut.

Was siehst du heute anders?

Für mich steht mittlerweile mein Privatleben an erster Stelle. Auch wenn direkt danach mein geliebter Teerausch kommt. Heute buche ich erst den Flieger zur Lieblingsfreundin und schaue dann ob eine meiner Aushilfen kann. Zur Not ist der Laden mal ein paar Tage zu. Das kann ich mir klar nur 1-2 mal pro Jahr leisten. Dennoch gibt es manchmal andere Prioritäten.

Was hast du seit dem gelernt?

Mein Fokus liegt mittlerweile auf einem ausgewogenem Verhältnis zu Arbeit und Freizeit. Ich schenke meiner Yogastunde die gleiche Priorität wie einem geschäftlichen Termin. Dadurch schaffe ich effektiv viel mehr. Bin gelassener und vor allem viel glücklicher. Für mich war das die wichtigste Erkenntnis.

Was machst du heute anders?

Ich habe es geschafft mich besser zu strukturieren. Wochenplanung. Monatsplanung. Quartalsplanung. Läuft immer noch etwas chaotisch. Dennoch komme ich besser voran und arbeite effektiver.

Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

Ich will mich endlich wieder mehr dem Tee und weniger der Orga widmen. Mein Fachwissen ausbauen. Netzwerke aufbauen. Ich war gerade in Prag und konnte dort eine ganz andere Teekultur kennenlernen. Das hat mich sehr inspiriert und beeindruckt.

Katrin Eulenstein

Existenzgründer stellen sich vor Katrin Eulenstein

Was hast du seit dem geschafft?

Endlich meine neue Website veröffentlicht, gefüllt mit wundervollen Bildern aus Kooperation der letzten Jahre mit anderen Kreativen die ihren Beruf lieben. An dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN an alle Beteiligen! Ohne euch wäre das so nicht möglich gewesen!

Zusätzlich zu anderen schönen Aufträgen nun auch mehr Hochzeitskleider designt und gefertigt.

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

Meine Zeiteinteilung zu perfektionieren. Der Tag könnte manchmal einfach mehr Stunden haben.

Was hast du seitdem gelernt?

Mehr Geduld haben, gelassen zu bleiben und auch mal einen Kaffee zu trinken. Dann kommen die Aufträge und schönen Projekte von allein. Dabei auch gerne netzwerken.

Was siehst du heute anders? Was machst du heute anders?

Ich versuche, meine Arbeit weniger unter Wert zu verkaufen, aber es erfordert im Handwerk immer noch viel Erklärungsarbeit. Gerade im Modebusiness ist der Markt so übersättigt und voll von billiger und minderwertiger Massenware, die unter unfairen Bedingungen im Ausland hergestellt wurde, mit den Preisen man sich dann teilweise vergleichen lassen soll. Das geht natürlich nicht. Ich versuche, mich weniger darüber zu ärgern, wenn es Leute trotzdem tun.

Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

Ich möchte gern mehr Brautkleider anfertigen, weil es eine Ehre ist das Kleid der Kleider im Leben einer Frau zu fertigen.

Meine kleine Jerseykollektion gern online und in regionalen Läden verkaufen. Weiterhin tolle Kooperationen starten und natürlich schöne Abendmode für den Semperopernball & Co. Schneidern.

Marco Kümmel

Existenzgründer stellen sich vor MK Webworker

Was hast du seit dem geschafft?

– Tolle Projekte für kleinere und größere Unternehmen realisiert
– ich habe erkannt, welche Ziele ich wirklich habe und kleine Schritte in die richtige Richtung gemacht.

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

– der eigene Blog

Was siehst du heute anders?

– “Wo die Reise hin gehen soll”

Was hast du seit dem gelernt?

– ab und zu “Nein” zu sagen

Was machst du heute anders?

– mehr Fokus auf Projekte, die mir wichtig sind

Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

– neben MK Webworker auch Nebenprojekte konsequenter zu verfolgen

PauPau

Existenzgründer stellen sich vor PauPau

Was habt ihr seit dem geschafft?

Man erwartet nicht mehr, dass Zitronen-Eis gelb sein muss!

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

Das paupau in anderen Städte wie Leipzig und Berlin ist.

Was seht ihr heute anders?

Dass der Weg das Ziel ist.

Was habt ihr seit dem gelernt?

Viele Sachen… Vielleicht am meisten viel Bürokratie!

Was macht ihr heute anders?

Ich versuche, nicht überall zu sein! Ich arbeite mehr in Team und wir sind zum Glück ein super Team!

Was habt ihr euch für die Zukunft vorgenommen?

Wir haben viele Projekte und wir werden weiter kämpfen. Wir werden aber nicht vergessen, zu leben und jede Sekunde zu genießen!

Fräulein Lecker

Existenzgründer stellen sich vor Fräulein Lecker

Was hast du seit dem geschafft?

Ich habe in den 3 Jahren eine räumliche Vergrößerung meines Ladens erreicht und das Auftragsvolumen verdoppelt. Dazu kommen noch ein paar Mitarbeiter mehr.

Was hat in der Zeit nicht funktioniert?

So einiges 😉 Es gibt immer Dinge, in denen man erst Erfahrung sammeln muss. Diese sind aber am wertvollsten.

Was siehst du heute anders?

Wenn ich an meine Anfänge zurück denke, würde ich heute einiges anders machen. Das fängt bei dem Design an und hört bei der Organisation auf. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben und lernt aus missglückten Situationen. Und man entwickelt sich ja auch persönlich weiter und gewinnt Sicherheit für die Dinge die man will und die man nicht will.

Was hast du seit dem gelernt?

Ich habe gelernt, dass es sehr wichtig ist, sich treu zu bleiben und sich nicht zu sehr unter Druck setzen zu lassen. Man muss auch nicht alles annehmen/mitnehmen was einem angeboten wird 😉

Eine klare Linie, an die man sich hält, ist Gold wert. Nur so wirkt man authentisch.

Was machst du heute anders?

Ich sehe vieles entspannter und kann mich besser organisieren.

Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

Für die Zukunft möchte ich wieder mehr Zeit für mich selbst haben.

Mehr Aufgaben abgeben und lernen damit umzugehen 😉

2 thoughts on “Nachgefragt II”

  1. Sylvio Pretsch says:

    Wir, vom studio 6/49 Audio Design, konnten die Anzahl unserer Opportunities steigern und haben mittlerweile zwei Angebote von Filmproduktionsunternehmen erhalten, für ihre kommenden Spielfilme das Film Scoring zu übernehmen. Wir sind auf den Bereich Audio Design für Medienproduktionen spezialisiert und komponieren Musiken für Werbespots, Filme, Theater / Shows & Events.

    Wenn wir jedoch einen kritischen Blick auf die gesamte Medienlandschaft und genauer die Musik- und (Werbe)Filmproduktions-Branche werfen, bekommen wir doch die eine oder andere Sorgenfalte auf die Stirn, da ein noch immer großer Anteil an z. B. Werbefilm- und Filmproduktionsunternehmen teils nicht (mehr) in der Lage ist, Tonstudios und deren Komponisten entsprechend ihrer Leistungen zu bezahlen oder vielleicht ein irrationales Verständnis für den Wert von Musikkompositionen und deren Bedeutung für Werbefilme und Filmproduktionen entwickelt haben, und womöglich auch nicht wissen, wie hoch der Aufwand für eine Minute Musikkomposition und -produktion ist.

    Es wäre nicht das erste Mal, dass Tonstudios und Komponisten z. B. 500,- Euro für die Komposition einer Spielfilmmusik angeboten wird (inkl. Zeitaufwand für Besprechungen mit dem Filmproduzent zur Abklärung seiner Anforderungen, Filmmusikproduktion, Sound Design und Audio Post Production usw.). Je nach Anforderungen benötigt man hierfür mehrere Monate, auch im Team. Da kann man sich ausrechnen, was dann pro Monat pro Komponist an Budget übrig bleibt. Ich vergleiche das gern immer damit: Wenn ich einen Neuwagen benötige, um an mein Ziel zu gelangen, und mit einem Budget von 500,- Euro zum Autohändler gehe, wie hoch wäre da die Chance für mich, dass der Autoverkäufer mir einen Neuwagen zu diesem Preis verkauft, welcher ihm ein Vielfaches meines Budgets an Aufwand gekostet hat?

    Hier könnte noch mehr Bewegung in die Branche kommen! Musik ist ein wesentlicher Bestandteil unser aller Leben und erweckt Gedanken und Emotionen in uns allen!

    Sylvio Pretsch
    studio 6/49 Audio Design

    1. Tom Wonneberger says:

      Hallo Sylvio,

      was genau ist deine Frage oder was wünscht du?

      Viele Grüße

      Tom Wonneberger

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