Mit diesen vier Regeln sind Finanzen ganz einfach

In diesem Beitrag erklären wir dir, wie du dein Geld immer ganz einfach im Griff hast und so entspannt bleibst.

Bevor wir dir jedoch erklären, wie es einfach geht, sollten wir uns die Frage stellen, warum das mit dem Geld immer so kompliziert ist. Geld begegnet uns jeden Tag. Ständig müssen wir finanzielle Entscheidungen treffen. Oft haben wir Angst davor, die Falsche getroffen zu haben. Regelmäßig ertappen wir uns dabei, mal wieder zu viel ausgegeben zu haben. Vor allem wenn es um langfristige Themen wie Versicherungen oder Altersvorsorge geht, regiert Vogel Strauß und nehmen wir gern auf der langen Bank platz. Wir haben uns irgendwie dran gewöhnt, dass Finanzen nervig und unverständlich sind. Dabei lohnt es sich, über Folgendes nachzudenken:

Warum sind Finanzen komplex?

Blöd gesagt: damit du sie nicht verstehst. Denn wer nicht versteht, muss glauben. Das war bis zur Aufklärung (Kant und Co.) eben die Kirche. Da musste man glauben, dass die Hungersnot eine Strafe Gottes war und nicht aufgrund von Wetter und Klimaereignissen hervorgerufen wurde. Weil man es nicht besser wusste. Heute glaubt kein Mensch mehr an die Strafe Gottes, aber eben an Steuervorteile und Null-Prozent-Finanzierung.

Durch Komplexität in Produktinformationsblättern und den Allgemeinen Haftpflichtbedingungen (da sind schon die Worte die pure Komplexität) sollen Kosten und Risiken verschleiert und Ertragschancen aufgeblasen werden. Je weniger du da durchblickst, umso besser für den Finanzkonzern. Da werden die besten und teuersten Köpfe, die die Uni verlassen, angeheuert, um die Produkte noch komplexer zu gestalten. Danach wird die Marketing-Abteilung beauftragt, einen tollen Namen (Premium, 3-Topf-Hybrid) zu finden, schöne Bilder (glückliche Familien, schöne Frauen oder zufrieden Senioren) zu machen und den Kram zu verkaufen.

Du brauchst nur fünf Finanzverträge

Dabei sind einfache Regeln (sog. Heuristiken) meist besser. Schon Oma kannte viele, die noch heute Gültigkeit haben. Beispiele für solche Faustformeln sind: “ohne Fleiß kein Preis”, “Ich kann nur ausgeben, was ich einnehme”, “Spare in der Zeit, dann hast du in der Not”. Mit vier ganz einfachen Regeln wirst du wahrscheinlich nie Geldprobleme haben:

  1. Weniger ausgeben, als einnehmen
  2. So viel Versicherung wie nötig
  3. Hände weg von Krediten
  4. Sparen

Wie setzt du das am besten um?

Progress003_KeepItSimple_2

  1. Einnahmen-Ausgaben kontrollieren
  2. Risiken absichern
  3. Reserve aufbauen
  4. Für größere Anschaffungen und Ausgaben sparen
  5. Immobilie, Kapitalanlage, Altersvorsorge planen

Du beginnst also mit deinen Einnahmen und Ausgaben. Diese hast du mit einem Haushaltsplan bzw. –buch am schnellsten im Griff. Danach sicherst du deine gravierendsten Risiken, also Krankheit, Haftpflicht und Arbeitskraftverlust ab. Hast du das erledigt, baust deinen Notgroschen von min. drei Monatsausgaben auf. Anschließend sparst du für größere Anschaffungen wie ein Auto oder Ausgaben wie Umzug oder Hochzeit. Erst dann solltest du dich um die ganz großen Finanzfragen wie Hausbau, Geldanlage und Altersvorsorge kümmern.

Um diese Strategie umzusetzen, brauchst du nur ganze fünf Finanzverträge: Krankenversicherung, Privathaftpflicht, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Girokonto und Tagesgeldkonto. Mit dieser Basisausrüstung bist du vor den Widrigkeiten des Lebens ausreichend abgesichert und jederzeit flexibel. Erst wenn Sachen wie Auto, Haus oder Familie dazukommen, sind weitere Verträge notwendig. Dabei helfen wir dir mit unserer Lebensphasenberatung.

Was bringt das?

Genau das, was die Werbung und die tollen Broschüren immer versprechen:

  1. Übersicht
  2. Weniger Risiken
  3. Weniger Kosten
  4. Mehr Ertrag

Mit zwei wesentlichen Unterschieden: Es funktioniert und du bleibst Herr deiner eigenen Finanzen. Außerdem hast du so viel Zeit für schönere Dinge im Leben: Freunde, Familie und Hobbys.

4 Kommentare

  1. Sehr gut auf den Punkt gebracht! Ich würde aber parallel mit dem Vermögensaufbau beginnen und nicht erst, wenn man für alle Konsum-Ausgaben gespart hat. Das sind zwei vollkommen verschiedene Töpfe. Konsum und Vermögensbildung.

    1. Hallo Rico,

      selbstverständlich ist unsere Empfehlung nicht der Weißheit letzter Schluss. Unser großer Vorteil ist: Es ist einfach und nachvollziehbar. Wer fortgeschritten ist und gut mit seinem Geld umgeht, kann natürlich parallel mit dem Vermögensaufbau beginnen. Vermögensaufbau heißt ja auch nicht zwangsläufig Aktien oder ähnliches. Vermögensaufbau kann auch eine teure Weiterbildung sein, die dann aber dein Einkommen deutlich steigert.

      Liebe Grüße

      Tom

  2. Das ist mir zu einfach. Immer wieder hört man, dass Leute es im Alter bereuen, zu spät mit der Altersvorsorge begonnen zu haben und die Versicherungen genügen zum Beispiel für Selbstständige bei Weitem nicht. Ich finde der Artikel ist stark pauschalisiert.

    1. Hallo Peggy,

      vielen Dank für deine Nachricht. Du hast natürlich Recht, dass man als Selbstständiger für seine Altersvorsorge selbst verantwortlich ist. Wir sehen in unseren BEratung aber leider regelmäßig, dass Menschen Rentenversicherung abschließen und gleichzeitig Kredite haben. Das macht keinen Sinn, da die Zinsen auf Kredite in der Regel höher sind, als auf Vorsorgeprodukte. Oder junge Menschen schließen vorschnell Altersvorsorgeprodukte ab und benötigen an einem Punkt in ihrem Leben (z.B. zur Hochzeit) viel Geld, dass nun aber in den Produkten gebunden ist.

      Und auch als Selbstständiger fährst du besser, wenn du unserem grundsätzlichen Fahrplan folgst. Wenn du die Punkte Einnahmen-Ausgaben, Risikoabsicherung und Notgroschenaufbau abgearbeitet hast, geht es logischerweise um den Aufbau von Vermögen bzw. Altersvorsorge.

      Siehe auch unser Beitrag: “Warum es ok ist, wenn dein Geld mal nicht arbeitet”

      Viele Grüße

      Tom

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.