Wie du mit einer Rentenversicherung Geld verbrennst

Ist eine fondsgebundene Rentenversicherung für die Altersvorsorge geeignet? Wir haben mal nachgerechnet und sind zu erschreckenden Ergebnissen gekommen.

Private Altersvorsorge

Im Einkauf liegt der Gewinn, weiß der gute Kaufmann. Das gilt überall. Auch und vor allem beim Abschluss von Versicherungen und Anlegen von Geld. Herr Resch hat in einem Gastbeitrag bereits erläutert, wie sinnvoll der Einsatz von passiven Fonds beim Anlegen von Geld ist. In diesem Beitrag bringen wir ein wenig Licht ins Dunkel bei den Kosten von Versicherungen oder genauer bei der Altersvorsorge.

Die private Altersvorsorge
Die private Altersvorsorge wird immer wichtiger…sagen alle

Seit Jahren predigen Politiker und Branchenvertreter, dass die private Altersvorsorge immer wichtiger wird und dass die private Rentenversicherung als Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung unverzichtbar ist. Schließlich ist die Privatwirtschaft ja auch viel effizienter, also günstiger als das bürokratische Monster Gesetzliche Rentenversicherung. Aber ist das wirklich so?

Fondsgebundene Rentenversicherung als Wundermittel

Als besonders sinnvoll wurde jahrelang die fondsgebundene Rentenversicherung erachtet. Die (unbestreitbare) Sicherheit der privaten Rentenversicherung mit ihren jahrzehntelangen Garantien in Verbindung mit den großartigen Renditechancen der Börsen.

Wer so ein Produkt abgeschlossen hatte, dachte sich: Jawohl, richtige Entscheidung! Schließlich hat der Vermittler ja auch gezeigt, wie viel Geld da über den Zinseszins und die tolle Anlagestrategie (Best golden absolut return premium) im Laufe der Zeit zusammenkommt. Achja, und Steuern sparen kann man dabei auch!

De Ernüchterung folgte schleichend. Die jährliche „Wert“-Mitteilung wurde zum jährlichen Auslöser einer mittelschweren Depression. Die prognostizierten Werte haben mit der Realität offenbar nichts zu tun. Um Begründungen oder besser Ausreden(?) waren die Verkäufer nicht verlegen: schlechte Börsenzeiten, Kosten, Schlussüberschüsse, Sie müssen das langfristig betrachten usw.

Seit einigen Jahren sind die Versicherungen verpflichtet, ihre Kosten „offenzulegen“. Damit soll es dem Verbraucher ermöglicht werden, die Angebote vergleichen zu können. Genau so gut könnt ihr an den Weihnachtsmann glauben.

Kosten fondsgebundene Rentenversicherung
Die jährlichen Wertmitteilungen versteht kein Mensch

Die grusligen Wertmitteilungen haben relativ wenig mit schlechten Börsenzeiten als vielmehr mit der Kreativität im Ausweis der Kosten der Versicherungen zu tun.

Warum?

Versicherungskosten

Die Kosten für eine fondsgebundene Rentenversicherung bestehen aus zwei Komponenten: die Versicherungs- und die Fonds- bzw. Kapitalanlagekosten.

Die Versicherungskosten sind einerseits die Abschlusskosten (Provisionen und die Kosten im Zusammenhang mit dem Abschluss) und andererseits die Verwaltungskosten. Die gesamten Abschlusskosten liegen bei bis zu 25% der gesamten Beitragssumme, diese werden aber nicht in den vielen Angebotsblättern aufgezeigt. Dagegen wirken die etwa 4,5% für den Vermittler mickrig. Hinzu kommen die jährlichen Verwaltungskosten. Diese können auch schon mal bis zu 20% des laufenden Beitrags ausmachen.

Diese Zahlen können noch mit etwas Aufwand ausfindig gemacht werden. Richtig spannend (und teuer) wird’s bei den Kapitalanlagekosten.

Kapitalanlagekosten

Eigentlich ist die Sache auch hier ganz einfach. Es gibt einen einheitlichen Standard, der die Kosten aufzeigen soll. Die sogenannte Total Expense Ratio (TER). Das ist eine Prozentangabe, wie viel sich die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) jährlich vom Guthaben einverleibt. Diese liegt bei Aktienfonds im Schnitt bei 1,6% pro Jahr. Allerdings verschweigt die TER drei Positionen: den Ausgabeaufschlag (die Provision), die Transaktionskosten (beim Umschichten) und die Performance-Gebühr (für besonders gute Leistungen des Fondsmanagers). Der Ausgabeaufschlag liegt bei ca. 5% der Beitragssumme. Die Transaktionskosten sind höchst unterschiedlich. Je häufiger umgeschichtet wird, desto teurer wird’s. Mit ca. 1,5% sollte man kalkulieren. Die Performance-Gebühren sind eigentlich ein Witz. Diese funktionieren so: Wenn der Manager eine überdurchschnittliche Leistungen abliefert, verbleibt ein Teil dieser „Leistung“ als Gebühr bei der Fondsgesellschaft. Umgekehrt: Wenn der Manager Mist baut und der Fonds unterdurchschnittlich läuft, passiert nichts. Diese Gebühren sind insgesamt nicht seriös einzuschätzen.

Die Prozentzahlen klingen erstmal wenig. Doch die Krux ist, dass diese „paar“ Prozente jedes Jahr vom gesamten Vermögen abgezogen werden! Egal ob der Fonds Gewinn oder Verlust macht.

Um das greifbarer zu machen, haben wir ein Beispiel.

Versicheurngsonkel
Klaus sitzt beim Versicherungsonkel um seine private Altersvorsorge anzugehen

Klaus möchte 150€ pro Monat für seine Rente anlegen. Bis zur Rente hat er noch 38 Jahre Zeit. Auf anraten seines Versicherungsonkels schließt er eine fondsgebundene Rentenversicherung bei einem alten deutschen Versicherer ab, der das Geld in einen großen französischen Aktienfonds anlegt. Aus dem Produktinformationsblatt (PIB) lassen sich die Versicherungskosten näherungsweise ermitteln. Was das PIB definitiv verschweigt, sind die Fondskosten. Doch diese lassen sich über das Factsheet (Informationsblatt) näherungsweise herausfinden. Als Rendite des Fonds nehmen wir einfach die durchschnittliche Rendite des DAX der vergangenen 35 Jahre: 8%.

Um aufzuzeigen, wie sinnlos so eine fondsgebundene Rentenversicherung eigentlich ist, spielen wir zwei Varianten durch: eine ohne Kosten (was in der Realität nicht funktioniert, denn alles hat einen Preis) und eine mit (näherungsweise) allen Kosten.

Tabelle

Die lächerlichen „paar“ Prozente machen also bei diesem Beispiel über 217.000€ aus. 217.000€, die in die Tasche der Versicherung, der Kapitalanlagegesellschaft und des Vermittlers wandern. Und wie verteilt sich das jetzt? Die Versicherung bekommt etwa 6.500€, davon erhält der Vermittler 2.700€. Großer Gewinner in dem Spiel ist die Fondsgesellschaft, die im Laufe der Zeit 208.000€ einstreicht. Nach Kosten ergibt sich somit eine Rendite von etwa über 2%. Davon gehen dann noch mal Steuern ab. Das zeigt, dass man nicht versuchen sollte Steuern zu „sparen“, sondern Kosten! Wenn wir bei diesem Trauerspiel noch den Kaufkraftverlust berücksichtigen, hat Klaus im Endeffekt sein Geld verbrannt.

Blogbeitrag 2

Nett, oder? Und wer ist der Verlierer in dem Spiel? Unser lieber Klaus, der den Worten unserer Politiker und „Experten“ Taten folgen ließ und seine Altersvorsorge in die (falsche) Hand nahm.

Und was nun? Weinen? Schimpfen? Alles Geld verjubeln? Nein! Es gibt Alternativen. Diese werden wir in einem anderen Beitrag zeigen.

ps: Die Gesetzliche Rentenversicherung hat übrigens einen Kostensatz von 1,4%.

24 Kommentare

  1. Im Grunde ist den Ausführungen zuzustimmen. Es stört jedoch die fehlende Differenzierung, denn nicht jeder Fonds hat diesselben Kosten, nicht jeder Managee behält alle Gebühren für sich und nicht jeder Versicherer rechnet diese als eigenen Gewinn ab.

    Die pauschale Quintessenz dieses Artikels: “Alle fondsgebundenen Versicherungen sind schlecht!” ist eine unbegründete Aussage und lässt vermuten, dass damit Stimmung für ein anderes Produkt gemacht werden soll. Es sind nähere Ausführungen nötig und vor allem ein wissenschaftlicher Ansatz zur Begründung des Ergebnisses.

    1. Hey Nico,

      du hast vollkommen Recht!

      Wir haben einen wissenschaftlichen Ansatz bewusst nicht gewählt! Denn wir wollten so schreiben, dass es Laien und Kunden verstehen. Ein Hauptproblem des mangelnden Verstehens resultiert doch aus dem Versicherungschinesisch, oder nicht?

      Unser Ziel war es, auf wenigen Seiten ein großes Problem, das die Leute im Übrigen sehr beschäftigt, anzureißen, nicht es wissenschaftlich erschöpfend abzuhandeln. Sicher gibt es Fonds, die weniger kosten und Manager, die nicht alle Gebühren einbehalten, aber das dürfte nicht die Mehrzahl sein.

      In weiteren Beiträgen wollen wir uns mit diesen „Perlen“ auseinandersetzen. Damit wollen wir den Menschen, eine Hilfestellung geben. Wir würden uns freuen, wenn du – als Honorarberater – uns dabei unterstützt!

      Welche Versicherungen und Fonds empfiehlst du als Honorarberater deinen Mandanten? Bzw. Worauf achtest du?

  2. Ein sehr ausführlicher, aber vor allen Dingen auch ein informativer Artikel, der wieder einmal aufzeigt, dass es sich lohnt Vergleiche unterschiedlicher Angebote einzusehen, denn nur so kann man Unterschiede feststellen, um sich letztendlich für das bessere Angebot entscheiden zu können.

  3. Der Artikel hat seine Berechtigung, wenn man will, dass darauf hingewiesen wird, dass oberflächlichen Hinweisen von Finanzpolitikern und Bankberatern Einhalt geboten wird. Es ist auch sehr gut, dass auf versteckte Kosten hingewiesen wird.
    Alles in allem ist der Artikel aber unbrauchbar und ebenfalls irreführend.
    Es stimmt absolut, dass Aktienfonds-Rentenversicherungen von großen konventionellen Marktanbietern unrentabel sind, da die Versicherungskosten gewaltig sind.
    Abhilfe: Direktversicherungen nach Finanztestberichten auswählen.
    Außerdem stimmt es, dass es eine schiere Menge an (Aktien-)Fonds gibt, die nicht gut laufen.
    Abhilfe: Niemand sollte für seine Aktienfonds-Rentenversicherung Immobilienfonds, Geldfonds, Spezialfonds, Rentenfonds und Mischfonds wählen. (Mischfonds nur nach gründlicher Handauslese).
    Die erste Wahl sind sehr gute Aktienfonds und nur Aktienfonds, damit überhaupt sinnvolle Kurssteigerungen möglich sind. Über die Qualität hat man sich kostenlos zu informieren, bei Stiftung Warentest, Feri Trust, Morningstar….
    Also keine blinde Übernahme von Fondsempfehlungen, die die Versicherung, KAG, Bank… vorschlägt.
    Auch ein Blick auf die Qualität des Fonds-Emittenten lohnt sich.
    Die hier genannten Rechenbeispiele sind gruselig.
    Der Fonds sollte den Index, also Dax schlagen. Die Angabe der Daxrendite bringt nichts, da der
    Durchschnittswert mit jedem Zeitfenster anders ausfällt. Und warum Dax? In den Fonds sollen auch
    nicht nur immer deutsche Werte liegen. In Deutschland ist für die Rente der DWS Deutschland eine gute Adresse, der Investa ist gut, hat große Schwankungen. Top ist nun wieder der Templeton Growth, der Provesta hat früher gut verdient.
    Wichtig ist, dass man den Fonds gut wählt und dann auch Geduld hat. Man kann mit der Rentenversicherung dann auch Geld verdienen.
    Die Fonds müssen und sollen die Gebühren auch verdienen, so dass die Gebühren dann egal sind.
    Wenn die Gebühren entscheidend sind, hat man den falschen Fonds.
    Wer die Versicherung aus dem Spiel lassen will, spart Gebühren und schließt direkt einen
    Aktienfonds-Sparplan, auch als Riester-Aktienfonds-Sparplan ab. Vertragspartner ist dann
    eine Investmentgesellschaft.
    Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein nicht passendes Beispiel, denn sie funktioniert anders.
    Es wird nichts versichert oder angespart, als Kasse werden die Einnahmen nach dem Generationsvertrag ausgegeben. Jede sinnvolle private Vorsorge sollte höhere “Anwartschaften” erwirtschaften.
    Ganz wichtig ist aber eins:
    Das regelmäßige Geldanlegen. Die “Sparrate” muss ein fester monatlicher Kostenblock sein.
    Mit hundert Euro monatlich kann man über 20 Jahre viel erreichen.
    Besonders rentabel sind die Einkaufszeiten, wenn die Kurse wie 2008 abstürzen und man mehr Anteile erhält.

  4. Der Artikel hat meine Recherchen bestätigt. Ausgabeaufschläge und Kickbacks gehen an die Versicherungsgesellschaften zurück, welche davon aber -wenn überhaupt- nur einen Teil an die Kunden weitergeben. Außerdem werden alle möglichen Hintertüren offengelassen um die Kosten zu erhöhen zu können. Der garantierte Rentenfaktor ist die einzige Variable auf die man sich einigermaßen verlassen kann, ist aber meistens niedrig.
    Würde mich interessieren ob es sich mit ungeförderten Riester Fondssparplänen genau so verhält? Mit diesen bekommen auch Selbständige die Abgeltungssteuer erlassen.

    1. Lieber Matthias,

      auch der garantierte Rentenfaktor ist oftmals nicht wirklich garantiert, man beachte die sog. Treuhänderklausel.

      Auch bei Riester-Verträgen – gefördert oder ungefördert – verstecken sich zahlreiche Kosten, ejdoch sehr unterschiedlich je nach Anbieter. Bei Riester-Fondssparplänen mag zwar die Abgeltungssteuer erlassen werden, jedoch ist die Rente, und nur die wird im Rentenalter ausgezahlt, zu 100% besteuert. Wird vorzeitig auf das Vertragsguthaben zugegriffen, fällt die Abgeltungssteuer sehr wohl an.

      Beste Grüße

      Tom Wonneberger

  5. Hallo,

    ich benötige als absoluter Laie Hilfe. Im November 2014 habe ich bei einem Bekannten eine fondsgebundene Rentenversicherung mit Garantie abgeschlossen. Nun habe ich Angst, dass man mich vielleicht mit dem Abschluss über den Tisch gezogen hat. Über ein paar ehrliche Meinungen wäre ich sehr dankbar.

    Vielen Dank!

    Angaben zum Tarif:

    Tarif VPV Power-Rente Garant
    Name des Fonds: VPV Ertrag und VPV Chance
    Garantierte Erlebensfallleistung zum vereinbarten Rentenbeginn: 23.400,00 €
    Versicherungsdauer: 01.12.2014 – 01.01.2053
    Beitragszahlungsdauer: 01.12.2014 – 01.01.2053
    Dauer der Abrufphase: 01.12.2053 – 01.12.2071
    vereinbarter Rentenbeginn: 01.12.2053
    monatlicher Beitrag: 50,00 €
    Dauer der Rentengarantie zum vereinbarten Rentenbeginn: 18 Jahre
    Garantierte Mindestjahresrente zum vereinbarten Rentenbeginn je 10.000 € Guthaben: 339,24 €
    weitere mögliche Rentenbeginne in der Abrufphase: jeweils der 01.12 eines Jahres, spätestens aber am 01.12.2071

    1. Hallo Peter,

      eine individuelle Antwortist uns hier nicht möglich, da das bereits in die Beratung reingeht. Des Weiteren hängt die Sinnhaftigkeit der Anlage von zahlreichen Faktoren ab. Als erstes ist wichtig zu wissen, ob Altersvorsorge in deiner Situation überhaupt sinnvoll ist. Ob das der Fall ist, erklären wir in folgendem Beitrag: http://blog.progress-dresden.de/wann-soll-ich-mit-der-altersvorsorge-beginnen/

      Dann kommt es sehr auf die Struktur der Fonds an. Also welche Kosten veursachen sie? Je günstiger ein Fonds ist, desto mehr bleibt für dich übrig. Allgemein empfehlenswert sind hierbei sogenannte ETFs, die passiv investieren und einen bestimmten Index, wie zum Beispiel den DAX, nachbilden. Studien zeigen, dass aktiv gemanagte Fonds nicht mehr Rendite erwirtschaften, aber viel Geld kosten: http://blog.progress-dresden.de/cleverinvestieren/

      Die garantierte Mindestrente ist auf den ersten Blick ok.

      Wenn du weitere Infos oder BEratung wünscht, kannst du dich gern bei uns oder einem fachkundigen Kollegen melden.

      Viele Grüße

      Tom

  6. Ablauf einer 12jährigen VR MAXI-VORSORGE Sprich: Fondsgebundenen Lebensversicherung nach Tarif FLVG
    R+V Luxemburg, verkauft über die Berliner Volksbank WKN: 975013

    Grüß Euch,

    da kann ich Euch nur zustimmen! Wer so viel Geld hat um es zu verheizen, möge es bitte seinem Versicherungs-, oder Bankberater in den Rachen schmeissen!
    Ich musste das jetzt leider selber feststellen, da ich mich (Dumm und noch mehr Dümmer) hab Juli 2004 zu einer Fondgebunden LV von der Berliner VBK überreden lassen! Vor-(sichtiger)-erst nur über eine Laufzeit von 12 Jahren, wurde Monat für Monat fleißig pünktlich abgebucht!
    Die Laufzeit ist nun mit diesem Juli 2016 abgelaufen und mit welch wundersamer Überraschung, trotz “http://www.finanzen.at/fonds/performancechart/UnionGeldmarktfonds” WKN: 975013 habe ich nicht mal mehr mein in voller Summe eingesetztes Kaptial ausbezahlt bekommen! Voll verarscht!
    Eine LV mit Verlust abgeschlossen! Die Miese war jetzt nicht ein Totalausfall, aber wofür soll ich 12 Jahre jemanden mein Geld anvertrauen, dass er damit arbeitet um am Ende dann doch weniger rauszubekommen! Sprichwörtlich “Sinnlos”
    Ich kann nur jedem Raten so schnell wie möglich diese Form von LV loszuwerden oder abzustoßen. Das hat mit MAXI-VORSORGE nichts mehr gemein. Na klar, Schuld sind natürlich die Wirtschaftskrise, die Flüchtlinge, der Brexit, schlechte Konjunktur und abnehmende Kaufkraft, welche auch für meine ständig sinkenden Rentenprognosen der Rentenvers. verantwortlich sind. Tja wohin Steuern wir? Die Steuergelder werdens schon richten!
    An dieser Stelle wäre ich aber noch für eine Info dankbar!
    Und zwar wie sieht es mit meinem Anspruch auf eine detaillierte Kostenaufstellung bzw. Auszug bezgl. dem finanziellem Verlauf der LV aus? Der müsste mir eigentlich Rechtlich zustehen, muß ich aber extra einfordern!
    Danke für die Antwort!
    Verlustvollen Gruß Bis dann

    1. Lieber Thomas,

      ja, so ein Verlauf ist leider typisch für zahlreiche fondsgebundene Rentenversicherungen. Das Problem sind, wie im Artikel gezeigt, die Kosten. Hier helfen nur kostengünstige Alternativen. Das sind in erster Linie passive Fonds, die einen bestimmten Index einfach nur nachbilden. Sie kosten nur einen Bruchteil und erzielen nach Kosten meist bessere Renditen. Mittlerweile gibt es hier auch einige Rentenversicherungen, die das anbieten.

      Sie bekommen jährlich eine Wertmitteilung zugeschickt. Dort sind die Kosten recht detailliert, aber nicht unbedingt übersichtlich, dargstellt. Hinzu kommen die Kosten auf Fondsebene. Diese können Sie den Fondsberichten und Prospekten entnehmen.

      Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten.

      Viele Grüße

      Tom Wonneberger

  7. Hallo,

    Geld verbrennen leicht gemacht!
    Fondsgebundene Lebensversicherung Juli 2016 ausbezahlt bekommen!
    12 Jahre eingezahlt…. von Juli 04 – Juli 16
    Draufgezahlt!!
    Mit Minus abgeschlossen!
    Eingezahltes Kapital dezimiert!
    Wir gratulieren!
    Ich empfehle jedem sich das nochmal genau anzuschaun!
    Viel Erfolg noch!

  8. Hallo,
    zufällig bin ich auf diese Seite gekommen und frage mich, ob die wohl seriös ist oder auch nur verkaufen will. Die Aussage “Bei Riester-Fondssparplänen mag zwar die Abgeltungssteuer erlassen werden, jedoch ist die Rente, und nur die wird im Rentenalter ausgezahlt, zu 100% besteuert” falsch.
    Ich muss keine Rentenauszahlung nehmen, sondern kann mir das Kapital gesamt auszahlen lassen. Unter der Überschrift “Den Turbo zünden” schrieb der Focus online am 16.07.2008 dazu einen sehr interessanten Artikel, Zitat “Mit ungeförderten Riester-Fondssparplänen bringen Anleger ihr Kapital vor der Abgeltungsteuer in Sicherheit”.
    Schließt man sowas dann über einen Fondsdiscounter ab, erhält man auch die Vertriebsprovisionen zurück und z. B. bei DWS bekommt man ferner eine Kapitalgarantie sowie die Möglichkeit der Höchststandsicherung ab 55 Jahren.
    12 Jahre Laufzeit und Auszahlung mit 60 J. vorausgesetzt wird lediglich die Hälfte des Gewinns mit dem persönlichen Steuersatz versteuert.

    VG

  9. Am 03.06.2015 ergänzte Focus Online unter der Überschrift “Turbo zünden”. Demnach gilt heute das Auszahlungsalter 62. Der Punkt ist aber in jedem Fall. Man muss auf die Förderung verzichten, aber das lohnt sich dann auch, wie die Beispielrechnungen zeigen.

  10. Hallo,

    Ich bin bei meinen Recherchen nach brauchbaren Artikeln zu Lebensversicherungen auf euch gestoßen. Normalerweise hinterlasse ich keine Kommentare. Allerdings finde ich es bedauernswert das in diesem Artikel ALLE Fonds gebundenen Vorsorgeprodukten Abzocke vorgeworfen wird. Es ist auch für mich als Fachmann erst beim 2. lese ersichtlich das es sich offenbar bei dem beschriebenen Produkt um Fonds gebundene Kapital Lebensversicherungen (KLV) handeln muss. Diese Fachliche Schlamperei verbitte ich mir! Wer einen Artikel so aufwendig Schreibt ( was auch nicht heißt das es alles gelogen ist ) sollte sich im klaren sein das viele Menschen ihn als Maßstab nehmen. Die Kommentare werden meist nicht mit gelesen. Daher wäre eine Anpassung durchaus angebracht!

    Grüße

    1. Hallo Florian,

      danke für deine kritischen Anmerkungen! Wo genau haben wir fachlich/mathematisch schlampig gearbeitet? Gern korrigieren wir das. Selbstverständlich sind wir nicht frei von Fehlern.

      Abzocke werfen wir nicht vor. Wir plädieren dafür, jedoch genau hinzuschauen und das Augenmerk vor allem auf die Kosten zu legen. Und nein, der Beitrag behandelt KEINE Kapitallebensversicherungen, egal ob fondsgebunden oder klassisch. In dem Beitrag geht es um fondsgebundene (Renten)Versicherungen. Er soll vor allem sensibilisieren.

      Viele Grüße

      Tom Wonneberger

  11. Ja, ich finde auch, dass eine private Altersvorsorge mehr Rendite bringen sollte. Aber mit meiner gesetzlichen Rentenversicherung sieht es als Selbstständiger eben auch mau aus.

    1. Hallo Henry,

      derzeit liegt die Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung ÜBER der einer privaten. Das war vor ein paar Jahren jedoch anders. Das soll vor allem zeigen, dass es nicht das beste System gibt, sondern dass es am Ende die Mischung macht. Es gibt Phasen, da ist die Gesetzliche besser und es gibt Phasen, da ist die Private besser.

      Viele Grüße

      Tom Wonneberger

  12. Die Kapitalmarktzinsen sind ja aktuell historisch niedrig. Dabei wird es ganz sicher nicht bleiben. Die USA drehen schon gewaltig an der Zinsschraube und es sollte eine Frage der Zeit sein, bis auch hier wieder steigende Zinsen notiert werden. Also abwarten und Tee trinken, das wird wieder mit der Altersvorsorge

  13. Im Grunde stehe ich “voll und ganz” hinter Eurem Ansatz!

    Ich bin gegen Geld verbrennen und dergleichen Intranzparenz, allerdings solltet Ihr bei dieser Thematik etwas differenzierter herangehen.

    “Fondsgebune Rentenversicherung” wie Ihr es “allgemein” bezeichnet ist ein recht weiter Begriff!

    Allein eine individuelle und vor allem finanzmathematische Analyse kann aufzeigen ob Geld verbrannt wird oder nicht!
    Tatsächlich gibt es Lösungen im Markt die auch Sinn machen können und kein Geld verbrennen.
    Aber zurückkommend auf Euren Ansatz: Richtig: Es gibt zu viel Intransparenz und Geld verbrennendes

    Allerdings, kann ich nur sagen:
    Wissen (finanzmathematische Analyse) hilft und mein Ansatz ist eher:

    Es kommt immer darauf an!

    1. Lieber Carsten,

      als Fast-Jurist muss ich dir beipflichten: Es kommt immer darauf an.

      Der Beitrag soll jedoch vor allem als Warnung verstanden werden, bei fondsgebundenen Versicherungen genau auf das Thema Kosten zu achten. Eben weil der Markt hier vielfach noch sehr intransparent und schwer zu verstehen ist. Sogar mit Expertenwissen fällt es mitunter nicht leicht, wirklich hinter die Konstrukte zu steigen und sie vollständig zu verstehen. Wer sich diese Mühe nicht machen will oder kann, weil er die unabhängige Beratung dafür nicht bezahlen kann, sollte unserer Meinung nach jedoch pauschal die Hände davon lassen.

      Ich hoffe, unser Ansatz ist jetzt besser nachzuvollziehen.

      Viele Grüße

      Tom Wonneberger

  14. Mich würde mal sehr interessieren, wie ihr auf die hohen Kosten von knapp 207.000 Euro für den Fonds kommt.
    Bei abgenommen 150€ /monatlich , Laufzeit 38 Jahre und unterstellten Kosten von 5% Ausgabeaufschlag und 2 % Laufende Fondskosten komme ich bei 8 % Wertentwicklungen nur auf Ca. 62.000 € Kosten auf der Fondsseite.

    1. Servus Jupp,

      zunächst werden die laufende Versicherungs-Kosten und Abschluss-Kosten (die ersten fünf Jahre) vom Beitrag abgezogen, so dass du nicht 1.800€ jährlich “anlegst”, sondern z.B. 1.080€ (in den ersten fünf Jahren) bzw. 1.627,80€ (danach). Das bedeutet, dass du z.B. nach zehn Jahren statt 18.000€ nur ca. 13.500€ eingezahlt hast. Der Unterschied summiert sich nach 38 Jahren auf über 9.000€.

      Wenn es einen Ausgabeaufschlag gibt, wird auch der noch abgezogen. Das ist aber nicht bei allen fondsgebudenen Versicherungen der Fall.

      Hinzu kommen unter Umständen Transaktionskosten, die immer nur rückblicken (ex post) beziffert werden können, je nachdem wie oft gehandelt wurde und wie hoch die Gebühren sind. Wir gehen von 1,5% p.a. aus. Auch diese Kosten sind nicht bei allen fondsgebundenen Rentenversicherungen enthalten. Dort gibt es dann beispielsweise sog. kostenlose (begrenzte) Shift-Möglichkeiten.

      Wenn wir alle diese Kosten (bei einem schlechten Anbieter) haben, kommen wir auf diesen enormen Unterschied. Wenn du günstigere Alternativen wählst, die es ohne Zweifel gibt, hast du eine deutlich höhere Ablauflleistung.

      Ich hoffe, die Erklärung hilft dir weiter.

      Viele Grüße

      Tom Wonneberger

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