Alles Corporate oder was?!

Keine Kommentare

Wenn Du mit Deinen Kunden sprichst, solltest Du 2 Dinge beachten:

–       benenn die Dinge immer gleich

–       sprich und schreib lebendig

Zum zweiten Punkte schreibe ich demnächst etwas.

Der erste Punkt fällt in den Bereich Corporate Language. Aber was heißt Corporate eigentlich? Das lässt sich schnell herausfinden. Wörterbuch raus (oder bei Google Translate nachgesehen), hier steht‘s: Corporate heißt Firmen- oder auch gemeinsam. Eine Corporate Language ist also nichts anderes als die gemeinsame bzw. einheitliche Unternehmenssprache.

Deshalb ist es auch egal, ob Du als Freiberufler arbeitest oder einen international agierenden Konzern aufbauen willst – eine einheitliche Unternehmenssprache ist immer wichtig.

Warum genau, zeigen Dir diese 3 Gründe.

#1 Du bist Du

Bleib wie Du bist, dann fühlst Du Dich am wohlsten

Fühlst Du Dich im Anzug wohl und zollst Du anderen Respekt, indem Du sie siezt? Wunderbar. Bist Du eher der Sneaker-Typ, der alle duzt? Wunderbar. Das Wichtigste ist, dass Du dich wohlfühlst. Dann wirken nämlich weder Du noch Sie aufgesetzt oder bemüht.

Genauso ist es mit der gesamten Sprache. Ob Du ein Verfechter des Deutschen bist oder gerne englische Wörter benutzt, ist völlig egal. Leg fest, wie Du am liebsten sprichst und zieh das durch.

#2 Deine Kunden brauchen Klarheit

Wirrwarr im Kabelschrank und im Kopf? Lieber nicht!

Stell Dir vor, Du gehst zum Bäcker. Heute sind die neuen Fitness-Brötchen im Angebot, Du nimmst Dir eins mit und stellst fest: superlecker. Am nächsten Tag gehst Du zum gleichen Bäcker und willst ein Fitness-Brötchen kaufen. Die gibt es aber leider nicht. Die Verkäuferin empfiehlt Dir stattdessen die Vollkorn-Brötchen mit Möhren. Die probierst Du und stellst fest: Das sind ja die Fitness-Brötchen von gestern.

Genauso ist es mit Dienstleistungen. Wenn Du Deinem Kunden ein Angebot für das „Zusammenschrauben eines Regals“ schickst, im nächsten Angebot aber „Aufbauen eines Regals“ schreibst, ist Dein Kunde im besten Fall verwirrt und fragt bei Dir nach. Im schlimmsten Fall aber entscheidet er sich für das Angebot eines anderen.

Wenn Du aber anfängst über Deine Corporate Language nachzudenken, fängst Du auch an über Dich nachzudenken. Du legst fest, wie Du bestimmte Dinge benennst, wie Du Deine Kunden ansprichst und wie Du generell auftrittst. Kurz: Es wird eine klare Linie erkennbar. Genau diese Klarheit brauchen Deine Kunden.

Denn neben den eigentlichen Leistungen ist auch der zwischenmenschliche Faktor wichtig. Dein Gegenüber will sich aufgehoben fühlen und sicher sein, dass Du weißt was Du tust.

Und das strahlst Du aus, wenn Du klar, strukturiert und einheitlich nach außen trittst.

#3 Du sparst Zeit

Du sparst Zeit

Es gibt Dinge im Berufsalltag, die immer wiederkehren: Angebote schreiben zum Beispiel. Wenn Du bei jedem Kunden von neuem beginnst, Dir über die Leistungen Gedanken zu machen, dauert das ziemlich lang.

Wenn Du Deine Leistungen einmal gebündelt anlegst, hat das gleich 2 Vorteile. Du sparst enorm viel Zeit, weil Du die Leistungsbeschreibungen einfach nur in das Angebot reinkopieren musst. Und Deine Kunden bekommen Angebote, die einheitlich formuliert sind.

Natürlich musst Du die Angebote an den jeweiligen Kunden anpassen und neu kalkulieren. Aber wenn zumindest die Leistungsbeschreibungen schon fertig formuliert in der Schublade liegen, ist das ein guter Ausgangspunkt.

Und die gesparte Zeit kannst Du für einen netten Plausch mit Büronachbarn nutzen oder Dir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.


 

Ein Gastbeitrag von Hannah Szynal. Freie Texterin seit 2009. Verliebt in Sprache, Freund klarer Worte, webaffin und immer für einen Kaffee zu haben.

Hannah Szynal

Bildnachweis: © Bells Design // gratisography

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.