Die ultimative, unverzichtbare, einmalige Checkliste

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Es gibt nicht viele Versicherungen, die man braucht. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder allgemeiner: Arbeitskraftabsicherung gehört in diese Kategorie. Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass im Fall von Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit vom Staat nicht mehr all zu viel zu erwarten ist. Mit dem steigenden Bewusstsein um der Notwendigkeit, nimmt aber die Verunsicherung zu: Welche Gesellschaft ist die richtige? Zahlen die überhaupt? Auf was muss ich achten?

Gerade die Berichte über systematische Verzögerungen und Schikanen in den Medien in letzter Zeit schüren diese Verunsicherung. Mit dem folgenden Beitrag wollen wir ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Dazu haben wir gemeinsam mit einem Honorarberater eine Checkliste entwickelt, die jeder kostenlos downloaden und nutzen darf. Die Checkliste orientiert sich an unserem Beratungsablauf. Nutzt diese Checkliste, wenn ihr euch zu diesem Thema beraten lasst. Seid vorsichtig, wenn euer Berater/Vermittler einzelne Punkte als „unwichtig“ abtut.

Checkliste Arbeitskraftabsicherung

(1) Zunächst ist jeder Vermittler und Berater verpflichtet, sich mittels einer Erstinformation „auszuweisen“. Aus der Erstinformation ergeht der Status – Vertreter, Makler, Honorarberater – und damit das Verhältnis Kunde-Berater/Vermittler.

(2, 4, 7) Damit die Versicherung das Risiko einer Berufsunfähigkeit einschätzen kann, benötigt sie zahlreiche Angaben. Neben den allgemeinen Daten wie Alter und Beruf spielt der Gesundheitsstatus des Kunden eine große Rolle. Die wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen hat oberste Priorität. Niemand sollte sich mit Aussagen wie: „Das ist nicht so wichtig, das anzugeben.“ von Vermittlern abspeisen lassen. Im Zweifel wird der Versicherungsschutz gefährdet! „Gute“ Berater und Vermittler erheben VOR Antragsstellung alle notwendigen Gesundheitsangaben. Damit wird dann eine Risikovoranfrage durchgeführt. Hintergrund ist, dass die Versicherungsgesellschaften höchst unterschiedliche Annahmepolitiken verfolgen. Gibt es bei der einen Gesellschaft eine Ablehnung wegen einer Vorerkrankung, kann einen die nächste schon ohne Probleme versichern.

(3, 5) Um besonders sicher zu gehen, sollte eine Patientenakte bei der Krankenkasse angefordert werden und die dort gespeicherten Angaben mit den bekannten Vorerkrankungen abgeglichen werden. Da gibt es zum Teil gravierende Abweichung, denn: die Ärzte rechnen gern mehr als nötig ab.

(6) Anschließend sollte das Thema Arbeitskraftabsicherung in einem Informationsgespräch ausführlich erläutert werden. Welche Ursachen hat Berufsunfähigkeit? Welche Leistungen gibt es vom Staat? Welche Versicherungslösungen gibt es? Und so weiter.

(8, 10, 11) Wichtig bei der Erstellung eines individuellen Konzepts zur Absicherung der Arbeitskraft – bei uns heißt das ganze „Strategie-Papier“ – die Berücksichtigung unterschiedlicher Produkte. Zwar ist die Berufsunfähigkeitsversicherung das von allen Seiten empfohlene Produkt, doch nicht immer ist die BU möglich oder bezahlbar. Hier sollte der Vermittler/Berater Alternativen anbieten. Die infrage kommenden Angebote sollten hinsichtlich ihres Leistungsumfangs erläutert und eingeordnet werden. Aus einer solchen Übersicht sollte auch der ungefähre Preis hervorgehen.

(9) Wenn alle Risikovoranfragen durchgeführt worden sind, sollte der Kunde eine Übersicht mit den Voten der Gesellschaften erhalten. Diese werden bei uns bereits im „Strategie-Papier“ berücksichtigt.

(12, 13) Auf der Grundlage der Übersicht sollte der Mandant eine vorläufige Entscheidung treffen, zu welchen Produkten er tendiert. Erst dann, so unsere Empfehlungen, sollten konkrete Angebote berechnet und zur Durchsicht vorgelegt werden. Dies spart einerseits dem Vermittler/Berater Zeit, da er keine 12 verschiedenen Angebote berechnen muss und andererseits erspart es dem Mandanten, sich durch hunderte Seiten Angebote zu quälen.

(14) In diesem Zuge empfehlen wir ebenfalls ein vorläufiges Beratungsprotokoll zu erstellen. Aus diesem sollte hervorgehen, welchen Bedarf (Versorgungslücke) der Mandant hat, welche Produkte von welchen Anbietern in Frage kommen und warum. Damit werden noch mal die wesentlichen, individuellen Aspekte des Themas Arbeitskraftabsicherung beleuchtet und zusammengefasst.

(15) Nach Erhalt der konkreten Angebote und des vorläufigen Beratungsprotokolls ist eine verbindliche Entscheidung zu treffen. Damit kann der Vermittler/Berater die Anträge vorbereiten. Zwischen der Zusendung und der Entscheidung sollte schon etwa eine Woche liegen, sodass die Angebote genau studiert werden können.

(16) Beim Ausfüllen der Anträge sollte darauf geachtet werden, die Gesundheitsfragen nochmals selbstständig zu beantworten. Es zählen im Leistungsfall nur die im Antrag gemachten Angaben!

(17, 18) Das Beratungsprotokoll in seiner endgültigen Fassung sollte nun aufgenommen werden. Verbraucherschützer empfehlen zwar dieses nicht zu unterschreiben, doch sehen wir das anders. Das Protokoll dient einerseits dem Kunden, damit dieser die Empfehlung des Vermittlers nachvollziehen kann. Andererseits dient es dazu, den Berater/Vermittler abzusichern. Im Streitfall ist dieses Dokument der Nachweis, ob der Vermittler/Berater alles Wesentliche berücksichtigt hat oder sich eines Beratungsfehlers schuldig gemacht hat. Im Streitfall muss der Berater/Vermittler beweisen, alles richtig gemacht zu haben! Es dient einer partnerschaftlichen Arbeit, auf diese Belange Rücksicht zu nehmen. Eine Kopie des Protokolls sollte der Mandant jedoch erhalten oder der Makler/Berater im Verwaltungsprogramm digital vorhalten.

(19) Als letztes sollten, wenn Verträge abgeschlossen worden sind, diese auf Richtigkeit überprüft werden. Es kann durchaus einmal vorkommen, dass Angaben falsch sind.

Allgemein ist es empfehlenswert, in regelmäßigen Abständen oder wenn sich die Lebensumstände gravierend ändern (z.B. Heirat oder Geburt eines Kindes), die bestehenden Verträge auf den Prüfstand zu stellen.

In einem späteren Blogbeitrag werden wir den Interessierten, die aus unserer Sicht wichtigen Produktmerkmale, auf die man achten sollte, aufzeigen. Bis dahin würden wir uns freuen, wenn von unserer Checkliste rege Gebrauch gemacht wird, sodass sich die Beratungsqualität in Deutschland erhöht. Testet euren Berater dahingehend! Teilt uns auch gern eure Erfahrungen und Meinungen dazu mit. Macht gerne auch Vorschläge zur Verbesserung der Checkliste.

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