Ein Blog als Homepage? Oder: Was wir von Computerspielen lernen können

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Habt Ihr früher am Computer mal Bundesligamanager gespielt? Das war jedenfalls eines meiner Lieblingsspiele. Daran erinnere ich mich auch heute als Gründer hin und wieder.

Wir stellen uns im Gründeralltag verschiedenen Herausforderungen. Alle Ressourcen sind – wie im Spiel – meist viel zu knapp vorhanden: Arbeitskraft, Zeit und Geld. Dennoch müssen wir ständig Entscheidungen treffen und an vielen Baustellen gleichzeitig vorankommen.

webZunder - das Social Media Dashboard für Unternehmer

Ein wichtiges Thema ist die externe Kommunikation. In der ganz frühen Phase findet diese eher sehr zurückhaltend statt. Wahrscheinlich erlebt jeder Erstgründer diese paranoide Phase: Auch wir haben zu Beginn nur sehr zögerlich und indirekt von unseren Plänen berichtet. Nachdem wir diese überwunden haben, drehte sich der Kommunikationsbedarf ins Gegenteil. Junge Unternehmen lechzen nach Aufmerksamkeit! Wie sollen Kunden und Partner auch sonst auf unsere Dienstleistungen und Produkte aufmerksam werden, wenn sonst keiner darüber spricht oder schreibt?

Eine Webseite wird mittlerweile wohl übereinstimmend als notwendig und sinnvoll betrachtet. Sie ist auch in Zeiten von Facebook und Co. der einzige offizielle Anlaufpunkt eines Unternehmens im Netz. Dementsprechend viel Aufwand wird oft schon zu Beginn in Webdesign und Webentwicklung investiert. Für die kontinuierliche Aktualisierung, Interaktion und Erstellung von Inhalten bleibt zu Beginn leider meist zu wenig übrig.

Wir möchten Gründern einen anderen Weg vorschlagen. Um genau zu wissen, was die eigene Webseite leisten muss, braucht es die Erfahrung aus dem eigenen geschäftlichen Alltag. Möglicherweise verändert sich das eigene Geschäftsmodell in den ersten Monaten auch noch deutlich. Wir empfehlen die Investition in eine aufwändig individuell programmierte Webseite etwas in die Zukunft zu verschieben.

(Das ist übrigens auch für Euch Webdesigner und Agenturen gut, weil Ihr in Zukunft mit Kunden sprecht, die besser wissen was sie wollen und besser wertschätzen können, was Ihr leistet!)

Immerhin haben wir beim Bundesligamanager auch nicht gleich zu Beginn die größten Flutlichtstrahler ins Stadion gebaut!

Zu Beginn reicht meist ganz einfach ein Blog. Über aktuelle Beiträge finden interessierte Kunden unser Angebot und kommen mit uns ins Gespräch. Befeuert wird der Dialog, wenn die Inhalte auch in die Sozialen Netzwerke (insbesondere Facebook, Twitter und Google+) verteilt werden. Das Kommentieren und Weiterverteilen fällt Kunden und Fans in diesen Diensten viel einfacher. Der Effekt der Mundpropaganda findet im Netz intensiver und nachhaltiger statt als im realen Leben.

Neben einem Flutlichtstrahler brauchte unser Stadion meist noch andere Investitionen, zum Beispiel in die Infrastruktur.

Bei lokalen Unternehmen sollte der Online Auftritt unbedingt auch um Einträge in den Kartendiensten ergänzt werden. Dabei sind gleich mehrere Dienste wichtig:

  • Google Maps dominiert die Kartensuche auf dem Computer und auf SmartPhones mit Android. Einen Eintrag dafür legt Ihr über Google+ Local an.
  • Für iPhone und iPad bietet Apple eine eigene Kartenapp an. Diese wird mit Unternehmenseinträgen aus Yelp! befüllt.
  • Windows Phone Nutzer verwenden meist Kartenmaterial von Nokia. Einträge für lokale Unternehmen stammen bislang von here.com.
  • Bislang noch ziemlich exotisch, bald ziemlich wichtig ist ein zusätzlicher Eintrag bei FourSquare. Microsoft hat viel Geld in das junge Unternehmen investiert und sichert sich damit den Zugriff auf ortsbezogene Informationen für den Ausbau der eigenen Dienste.

Lasst etwas Kapazität für die Kommunikationsstrategie übrig. Über den Erfolg eines Webauftritts entscheiden maßgeblich aktuelle und für den Leser interessante Inhalte. Damit verschaffen sich unsere Interessenten einen Eindruck über unsere Kompetenz und entscheiden dann, ob sie mit uns Kontakt aufnehmen.

Wer es sich selbst zutraut, braucht dafür in erster Linie etwas Zeit. Wir schlagen zu Beginn folgendes, einfaches Vorgehen vor:

  1. Falls noch nicht passiert: eigene Zielgruppe definieren und beschreiben
  2. Recherchieren, welche Themen die potentiellen Kunden beschäftigen
  3. Diese Themen und Fragestellungen z.B. in Form von Blog-Beiträgen beantworten und
  4. in den eigenen Social Media Kanälen mit Kunden und Fans diskutieren.

webZunder - das Social Media Dashboard für Unternehmer

Zur Unterstützung gibt es auch gute Berater, die individuell bei der Erstellung der Kommunikationsstrategie und der Redaktionsplanung unterstützen. Referenzen und ein persönliches Gespräch helfen bei der Auswahl und beim Herausfiltern der Nieten.

Die besten Ideen liefert übrigens Euer Geschäftsalltag. Wenn Ihr Euch dabei ertappt, dieselbe Frage immer wieder zu beantworten, gehört diese unbedingt in den Redaktionsplan.

Das ist nur ein einfacher Ansatz für den Start. Es gibt viele weitere Spielarten, Kanäle und Medien für die Onlinekommunikation. Aber das ist ein Thema für eine spätere Phase.

Auch beim Bundesligamanager folgte, wenn alles gut lief, nach Ende der ersten Saison immer auch eine weitere 😉

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Ein Gastbeitrag von Dirk Spannaus

Dirk Spannaus ist einer der Gründer von webZunder und Geschäftsführer der twentyZen  GmbH. webZunder ist das Social Media Dashboard für Unternehmer, Selbständige und  Freiberufler. Manchmal coacht er auch Unternehmer dabei, ihre eigene  Kommunikations-strategie zu finden und umzusetzen.

Kontaktdaten

Dirk Spannaus

Dirk Spannaus
twentyZen GmbH
Ammonstraße 35
01067 Dresden
dirk.spannaus@twentyzen.com
http://www.twentyzen.com
http://www.webzunder.com/de/

4 thoughts on “Ein Blog als Homepage? Oder: Was wir von Computerspielen lernen können”

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  3. Reiner says:

    Meiner Meinung nach können die alten Leute erzählen was sie wollen. Die Jugend hat durch Computerspiele im wahrsten Sinne des Wortes spielend diese Medium erlernt und auch fern von Spielen kennengelernt. Mein Sohn beherrscht durch seine PC-Affinität auch Lohnprogramm und Rechnungsprogramm, was jetzt ja nicht die allergrösste Spielfreude mit sich bringt.

    Grüsse
    Reiner

    1. Tom Wonneberger says:

      Hallo Reiner,

      ja da hast du Recht. Zum Glück gibts ja dafür sogar schon ein Fachbegriff: Gamification 😉

      Viele Grüße

      Tom Wonneberger

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